OEE-Dashboard
Ein OEE-Dashboard ist die Live-Visualisierung der Gesamtanlageneffektivität (OEE — Overall Equipment Effectiveness) pro Linie, Schicht und Charge. Es zeigt die drei OEE-Faktoren Verfügbarkeit, Leistung und Qualität in Echtzeit und ergänzt sie um Stillstand-Ursachen, Stückzahlen und Soll/Ist-Vergleiche.
Was ein OEE-Dashboard zeigt
Ein OEE-Dashboard übersetzt rohe Maschinendaten in entscheidungsreife Kennzahlen. Aus Stillstands-Events, Stückzahl-Zählern und Qualitäts-Meldungen wird ein Live-Bild der Anlagenproduktivität — mit klar lesbaren Ampel-Signalen für die Schicht.
Typische Anzeigen auf einem OEE-Dashboard
- OEE-Wert in Prozent — die zentrale Kennzahl, meist als großer Wert mit Soll/Ist-Vergleich.
- Drei Einzelfaktoren (Verfügbarkeit, Leistung, Qualität) als KPI-Kacheln.
- Stillstand-Pareto — Balkendiagramm der häufigsten oder längsten Stillstand-Ursachen.
- Stückzahl-Counter — Soll-Stückzahl gegen Ist-Stückzahl der laufenden Schicht.
- Verlaufslinie — OEE über die letzten Stunden, mit Markierungen für Schichtwechsel und Eingriffe.
- Ausschuss-Quote — Anteil der Gut-Teile und Trend.
Wer nutzt ein OEE-Dashboard?
Ein gut gemachtes OEE-Dashboard bedient drei Rollen mit unterschiedlicher Sichttiefe:
- Schichtleiter / Industriemeister — sieht die aktuelle Schicht live, kann Stillstand-Ursachen direkt zuordnen und an die Instandhaltung melden.
- Werkleitung — sieht alle Linien des Werks im Vergleich, erkennt Engpässe und Maßnahmen-Wirkung über Tage und Wochen.
- Geschäftsführung / Werkscontroller — sieht Standort- und Werks-Benchmarks über Wochen und Quartale, abgeleitete Stückkosten.
Datenquellen für ein OEE-Dashboard
Die Live-Daten kommen aus drei Quellen, die ein modernes OEE-Dashboard über offene Standards zusammenführt:
- Maschinendaten — Stillstands-Events, Stückzähler, Takt aus der SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) oder über ein Edge-Gateway.
- Auftragsdaten — Soll-Mengen, Auftrags-IDs und Schichtpläne aus dem ERP (Enterprise Resource Planning) oder MES (Manufacturing Execution System).
- Qualitätsdaten — Gut/Schlecht-Meldungen aus Prüfsystemen, Stichproben oder manueller Eingabe.
Die OPC-UA-, Modbus- und MQTT-Standards machen die Anbindung an Bestandsanlagen möglich — auch ohne SCADA-Komplettaustausch.
OEE-Dashboard vs. klassisches Schichtbuch
Bis vor wenigen Jahren war das handgeschriebene Schichtbuch das Standard-Werkzeug für Stillstand-Erfassung und Schichtübergabe. Es hatte drei strukturelle Schwächen: die OEE-Berechnung erfolgte erst am Tagesende, Stillstand-Ursachen wurden subjektiv gewichtet, und der Vergleich über Linien oder Werke war zeitaufwendig manuell.
Ein OEE-Dashboard liefert die gleichen Informationen mit drei Vorteilen: Echtzeit-Verfügbarkeit, einheitliche Stillstand-Klassifikation über alle Schichten und automatische Vergleichbarkeit über Linien, Werke und Zeiträume.
Worauf bei der Auswahl eines OEE-Dashboards achten?
Drei Eigenschaften bestimmen den praktischen Nutzwert in der Industrie:
- Anbindung an Bestandsanlagen — ohne offene Standards endet das Projekt vor der Datenerfassung. OPC UA, Modbus und MQTT als Mindestanforderung.
- Hersteller-unabhängiges Lizenzmodell — eine Pro-Sensor-Subscription wird mit jeder neuen Linie teurer. Wachstumsfähige Plattformen rechnen pro Standort oder Plattform-Instanz, nicht pro Messpunkt.
- Verbindung zu Energiedaten — Energie pro Stück ist eine der wichtigsten Effizienz-Kennzahlen der nächsten Jahre. Plattformen, die Maschinen- und Energiedaten in einer Sicht bündeln, sind im Vorteil.
OEE-Dashboard in eco2lot
Die Plattform eco2lot zeigt OEE-Werte je Linie, Schicht und Charge — inklusive Stillstand-Pareto und Energie pro Stück. Live-Daten landen sekundengenau aus SPS und Edge-Gateways auf dem Dashboard. Eine erste produktive Auswertung an einer Anlage liegt nach 4–8 Wochen vor.
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