In 8 Wochen vom Messen zum Steuern — mit Ihrem Anlagen-Bestand.
eco2lot kappt Lastspitzen, senkt Netzentgelte und erfüllt ISO 50001 (internationale Norm fürs Energiemanagement) — speziell für Lebensmittel- und Metallbetriebe ab 5 GWh Jahresverbrauch. Proof of Concept in 4–8 Wochen zum Fixpreis, auf Ihrer bestehenden Plattform.
- Peak-Shaving & Spitzenlastmanagement — typ. 10–20 % weniger Netzentgelte
- ISO 50001 in 4 Wochen auditbereit — erprobt bei Lebensmittel-Multi-Site-Kunden
- Hersteller-unabhängig — bindet bestehende Zähler, SPS (Anlagensteuerung), ERP und MES (Fertigungssoftware) ein
eco2lot-Dashboard: Echtzeit-Lastprofil, KPIs und aktive Regelstrategien — in einer Oberfläche.
Was industrielles Energiemanagement heute leisten muss.
Für produzierende Betriebe in Deutschland ist Energie heute der zweit- oder drittgrößte Kostenblock nach Material und Personal. Die Stromkosten sind seit 2021 um mehr als 60 % gestiegen, Netzentgelte wachsen laufend, und das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen ab 7,5 GWh Jahresverbrauch zur Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems.
Operatives Energiemanagement ist damit nicht nur Nachhaltigkeits-Übung, sondern harter Wettbewerbsfaktor und gesetzliche Pflicht. Die zentrale Frage: „Wie schnell kommen wir von manueller Excel-Auswertung zu einer Plattform, die steuert?"
Industrielles Energiemanagement ist die systematische Erfassung, Analyse und aktive Steuerung aller Energieströme in einem produzierenden Betrieb — mit dem Ziel, Energiekosten pro produzierter Einheit zu senken, Lastspitzen zu kappen, Eigenerzeugung optimal zu nutzen und regulatorische Anforderungen (ISO 50001, EnEfG, CSRD) belastbar zu erfüllen.
Im Unterschied zum reinen Energiemonitoring, das Verbräuche lediglich sichtbar macht, greift ein industrielles Energiemanagementsystem (EMS) regelnd in Anlagen ein. Eine moderne EMS-Software wie eco2lot kombiniert dabei vier Schichten: Messdaten-Erfassung (Foundation), Datenmodell und Historie (Data Layer), Berechnung und Prognose (Intelligence) und automatisierte Eingriffe (Action Layer).
Vier Hebel, mit denen industrielles Energiemanagement Geld einspart.
Jede Strategie hat einen anderen Investitions-Schwerpunkt, ein anderes ROI-Profil und andere Voraussetzungen an die Datengrundlage. eco2lot liefert alle vier als Standard.
Peak-Shaving — Lastspitzen kappen
In produzierenden Betrieben entstehen Lastspitzen typischerweise durch gleichzeitig anlaufende Verbraucher: Druckluftkompressoren, CIP-Anlagen (Reinigung), Kältemaschinen, Schmiedepressen oder Härteöfen. Ein einziger Gleichzeitigkeits-Ausreißer reicht aus, um den Netzentgelt-Multiplikator für zwölf Monate nach oben zu treiben.
Ein Peak-Shaving-System prognostiziert den Lastgang auf Basis der aktuellen Viertelstunden-Messung und der Produktionsplanung aus dem ERP, erkennt drohende Überschreitungen innerhalb von Sekunden und schaltet nicht-kritische Verbraucher in einer vordefinierten Prioritätenreihenfolge ab — oder reduziert ihre Leistung. Wenn ein Speicher oder ein BHKW (Blockheizkraftwerk) vorhanden ist, wird dieser stattdessen eingesetzt.
Typisches Ergebnis bei Industriebetrieben: 10–20 % Reduktion der Netzentgelte im ersten Jahr. Bei einem Betrieb mit 3 MW Spitzenlast entspricht das 30.000–120.000 € jährlich. Die Investition amortisiert sich in den meisten Fällen innerhalb von 12–18 Monaten.
Eigenverbrauchs-Optimierung — eigene Erzeugung intelligent nutzen
Photovoltaik-Vollversorgung in Industrieanlagen ist heute rechnerisch oft nur dann wirtschaftlich, wenn mindestens 60 % des erzeugten Stroms direkt im Betrieb verbraucht werden. Ohne Regelung bleibt dieser Anteil typisch bei 30–45 % — PV-Erzeugung und Produktionsspitzen passen zeitlich nicht zusammen, überschüssige Energie wird zu Einspeisevergütung von 6–8 ct/kWh verkauft statt im Betrieb für 22–35 ct/kWh genutzt.
Eine EMS-Software mit Eigenverbrauchs-Regelung prognostiziert die eigene Erzeugung (meist über Wetterdaten), leitet die Produktion und schaltet verschiebbare Prozesse — typisch: Kühlung, Druckluft, Warmwasserbereitung, Ladezyklen — in Zeiten hoher Erzeugung. Gleichzeitig steuert sie Batteriespeicher nach Spotmarkt- oder Netzsignal.
Typisches Ergebnis: Steigerung der Eigenverbrauchsquote von 40 % auf 65–80 %, bei Betrieben mit Speicher auf über 90 %. Monetär bedeutet das eine Amortisationsverkürzung der PV-Anlage um 2–4 Jahre.
Grundlast-Senkung — Verbräuche außerhalb der Produktion reduzieren
Typische Grundlast-Verursacher: dauerhaft laufende Druckluftkompressoren trotz Leckagen, nicht abgeschaltete Abluftventilatoren, fehlkonfigurierte Heizregister, beleuchtete Lagerhallen außerhalb der Schicht, Sicherheitsbeleuchtung über Zonen verteilt statt zentral geregelt, und Kühlhaus-Regelungen, die auch bei geöffneten Toren durchlaufen.
Eine EMS-Software erkennt die Grundlast durch Mustererkennung über 24/7-Messwerte — Linien, die nachts mehr als 20 % ihrer Tageslast ziehen, Sammelzähler mit konstantem Sockelverbrauch, Druckluftnetze mit nicht atmendem Anstieg. Aus diesen Mustern lassen sich Einzelmaßnahmen ableiten (Schaltuhren, Reparaturen, organisatorische Vorgaben), die in Summe 5–15 % des Jahresverbrauchs einsparen können.
Typisches Ergebnis: Grundlast-Reduktion um 20–40 %, was bei einem 10-GWh-Betrieb eine Einsparung von 150.000–400.000 € jährlich bedeutet. Diese Maßnahmen sind in der Regel die ersten ROI-Hebel in den ersten 3 Monaten eines EMS-Projekts.
Fahrplan-Einhaltung — bilateral oder am Spotmarkt vereinbarte Lastprofile
Viele Industriebetriebe haben durch die Marktsituation der letzten Jahre von Standard-Vollversorgungsverträgen auf Tranchen-Modelle, Spotmarkt-Anteile oder PPAs umgestellt. Der Vorteil — günstigere Preise in Niedrigpreiszeiten — kommt mit einer operativen Pflicht: der vereinbarte Fahrplan muss eingehalten werden, Abweichungen werden als Ausgleichsenergie teuer nachberechnet.
Eine EMS-Software mit Fahrplan-Regelung importiert den Tag-Voraus-Fahrplan aus dem Energie-Portal des Versorgers, vergleicht ihn laufend mit der Ist-Last und steuert flexible Verbraucher oder Speicher so, dass die 15-Minuten-Abweichung unter einem definierten Schwellwert (typisch ±5 %) bleibt.
Typisches Ergebnis: Reduktion von Ausgleichsenergie-Kosten um 60–90 %, Eröffnung der Teilnahme am Regelenergiemarkt, Nutzung von Dunkelflauten-Preisspitzen ohne manuelle Eingriffe.
Was eco2lot operativ für Sie löst.
Vier Szenarien aus typischen Kundenprojekten — mit Ausgangsproblem, eingesetzter Regelstrategie und Ergebnisprofil.
Lastspitzen automatisch kappen
Ein 15-Minuten-Peak kostet bis zu 200 €/kW Netzentgelt pro Jahr. 500 kW Peak = bis 100.000 € auf der nächsten Abrechnung.
eco2lot prognostiziert den Lastgang und schaltet nicht-kritische Verbraucher sekundengenau ab, bevor die Spitze entsteht.
Audit-Vorbereitung in 4 Wochen
Manuelle Excel-Auswertungen, Lücken in der Datenerfassung, unklare EnPIs — typische Auditor-Feststellungen kosten Zeit und Zertifizierungs-Risiko.
eco2lot liefert lückenlose Messwerte, automatisierte EnPIs und auditsichere Reports auf Knopfdruck.
PV, BHKW und Batterie intelligent regeln
Ohne Regelung bleibt die Eigenverbrauchsquote bei 30–45 %. Überschuss wird für 6–8 ct/kWh eingespeist, statt für 22–35 ct/kWh genutzt.
eco2lot verschiebt Produktionsprozesse dynamisch in Zeiten hoher Eigenerzeugung und steuert Speicher nach Marktsignal.
Echte KPIs pro Linie, Medium und Schicht
Sie haben einen Sammelzähler — das Controlling weiß nicht, welche Linie wie viel verbraucht.
eco2lot bindet Bestandszähler, SPS-Variablen und Prozessdaten zusammen und liefert Verbrauch pro Charge, Linie, Schicht — auf vorhandener Mess-Infrastruktur.
Für welche Industriebetriebe eco2lot gemacht ist.
Unsere Kundenbasis ist klar fokussiert: produzierende Betriebe mit hohen Verbräuchen, kontinuierlichen Prozessen und Audit-Druck.
Kontinuierliche Produktion, hoher Energieeinsatz, harter Audit-Rhythmus.
eco2lot ist aus Projekten in Molkereien, Geflügelverarbeitung, Metallbetrieben und Kommunalversorgern entstanden. Gemeinsam haben diese Betriebe eine hohe Anlagendichte, kontinuierliche Prozesse mit schwer verschiebbaren Kernprozessen und einen Jahresverbrauch ab circa 5 GWh Strom.
Dort, wo OT-Daten aus SPS, Messstellen und ERP-Produktionsplanung zusammenlaufen müssen, spielt eco2lot seine Stärken aus. Das sehen Sie in der Messstellen-Analyse innerhalb der ersten Projekt-Woche.
- Kern-BrancheLebensmittel & GetränkeMolkerei, Fleisch & Geflügel, Süßwaren, Fruchtverarbeitung, Brauerei
- Kern-BrancheMetallverarbeitung & Automotive-ZuliefererGießerei, Härterei, Umformung, Komponentenfertigung
- Starker FitVerpackungWellpappe, Folien, Extruder- und Trocknungsprozesse
- Starker FitChemie & PharmaReinraum, Klima, Kältetechnik, CIP-Prozesse
- PassendKunststoffverarbeitungSpritzguss, Extrusion, Blasformen
- PassendKommunale VersorgungWasserverbände, Klärwerke, Stadtwerke
Typisches Kundenprofil
Produzierender Mittelstand und Konzerne mit 1–30 Standorten, Jahresverbrauch ab circa 5 GWh Strom, Ziel: Netzentgelte senken, ISO-50001-Nachweis führen, Eigenerzeugung optimal einbinden.
Für reine Büro-Energie-Monitoring-Anwendungen in Kleinstunternehmen oder reine Cloud-BI ohne OT-Einbindung empfehlen wir Alternativen — das sagen wir im Messstellen-Check direkt.
Ausgangslage: Unterschiedliche Messinfrastruktur pro Werk, keine konzernweite Energietransparenz, ISO-50001-Reporting manuell in Excel.
Status heute: eco2lot als zentrale Energiemanagement-Plattform über alle Standorte, automatisierte Reports, laufender Rollout neuer Werke.
Ausgangslage: Unregelmäßigkeiten in der Datenerfassung, aufwendige manuelle Excel-Auswertung, ISO 50001 in Vorbereitung.
„Mit eco2lot waren wir perfekt vorbereitet für die ISO-50001-Zertifizierung. Zuverlässige Datenerfassung, einfache Bedienung — zeitaufwendige manuelle Bereinigungen entfallen."
Überzeugt sich am liebsten aus erster Hand? Wir organisieren Ihnen ein Referenzgespräch mit einem bestehenden eco2lot-Kunden — ohne Sales-Zwischenschritt.
Referenz-Call anfragen →Software, Hardware und Wissen — aus einer Hand.
eco2lot ist das Herz, eco2iot die Brücke zur Feldebene, eco2know das Enablement für Ihr Team. Jedes Produkt steht für sich — zusammen ergeben sie ein komplettes industrielles Energiemanagement.
Die Energiemanagement-Plattform. Erfasst, analysiert und regelt. ISO 50001, Peak-Shaving, Lastprognose, CSRD-Reporting — alles in einer Oberfläche.
Mehr zu eco2lot →Edge-Gateways und Zähler-Konzentratoren. Binden bestehende Messgeräte, SPS und Sensoren an — hersteller-unabhängig, auch dort, wo kein Netzwerk vorhanden ist.
Mehr zu eco2iot →Schulungen, Wissenstransfer und Begleitung durch unsere Energie-Ingenieure. Damit Ihr Team die Plattform bedient, statt sie zu verwalten.
Mehr zu eco2know →Was die Norm von Ihrem Energiemanagement technisch verlangt.
ISO 50001:2018 ist die international anerkannte Norm für Energiemanagementsysteme. In Deutschland ist sie über das Energieeffizienzgesetz (EnEfG, §8) für Unternehmen ab 7,5 GWh Jahresverbrauch verpflichtend oder eröffnet Zugang zu Steuerentlastungen nach §55 Strom- und Energiesteuergesetz (Spitzenausgleich) und BAFA-Förderungen.
Die Norm verlangt nicht nur Dokumentation, sondern den Nachweis eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Aus Software-Perspektive bedeutet das vier konkrete Anforderungen an Ihr EMS (Energiemanagementsystem):
1. Lückenlose Erfassung aller relevanten Energiemedien
Auditor:innen prüfen, ob Sie alle wesentlichen Energieströme messen — nicht nur Strom, sondern auch Erdgas, Druckluft, Dampf, Kälte, Wasser, Fernwärme und ggf. sonstige Prozessgase. Die Norm verlangt einen nachvollziehbaren Bewertungsprozess, welche Verbraucher als „SEU" (Significant Energy Uses) eingestuft werden und wie sie gemessen werden.
eco2lot erfasst alle genannten Medien über eine einheitliche Datenstruktur und macht die Zuordnung von Zählern zu Prozessen, Linien und Kostenstellen nachvollziehbar — inklusive automatischer Alarmierung bei Messausfällen.
2. Definition und Berechnung von EnPIs (Energy Performance Indicators)
EnPIs sind Kennzahlen, die die Energieleistung messbar machen — typisch „kWh pro Tonne Produkt", „kWh pro Liter Milch" oder „spezifischer Energieverbrauch der Härteanlage je Charge". Die Norm verlangt, dass diese KPIs dokumentiert, regelmäßig berechnet und gegen eine Baseline verglichen werden.
In der Praxis scheitert das in vielen Betrieben, weil Energiedaten und Produktionsdaten in getrennten Systemen liegen (Zählerfernauslesung vs. MES). eco2lot verbindet beide Datenquellen und berechnet EnPIs automatisiert pro Charge, Schicht oder Zeitfenster.
3. Auditfeste Datenhaltung und Versionierung
Messdaten und Reports müssen über mindestens drei Jahre unveränderlich archivierbar sein. Manuelle Excel-Auswertungen scheitern an dieser Anforderung regelmäßig, weil sich Excel-Dateien unbemerkt ändern lassen und keine Audit-Spur führen.
eco2lot speichert Roh-Messwerte und berechnete Counter mit Zeitstempel und nachträglich prüfbarem Recalc-Mechanismus — jede Korrektur wird versioniert, die Originaldaten bleiben erhalten.
4. Management-Review und kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Einmal jährlich muss ein Management-Review stattfinden, in dem Energieziele, Maßnahmen und KPI-Entwicklung gegenübergestellt werden. eco2lot erzeugt diesen Review-Report in einem standardisierten Format und unterstützt den Nachweis, dass identifizierte Maßnahmen in den Folgejahren messbar umgesetzt wurden.
BAFA-Förderung — 30–40 % Zuschuss auf Ihren EMS-POC.
Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik & EMS-Software
Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (BAFA EEW) ist das wichtigste Förderinstrument für Industrieunternehmen, die Energiemanagement einführen oder modernisieren. BAFA = Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Förderstelle des Bundes).
- 30 % Fördersatz für große Unternehmen
- 40 % für KMU auf förderfähige Ausgaben
- Bis zu 15 Mio. € Zuschuss pro Vorhaben
- Entscheidung typ. in 8–12 Wochen
Wir liefern technische Beschreibung, Einsparprognose und Kostenzuordnung — der Antragsaufwand sinkt von Tagen auf Stunden.
Was konkret förderfähig ist:
- Förderfähig: Software-Lizenzen, Sensorik, Gateways, Implementierungsdienstleistungen, Schulung
- Nicht förderfähig: laufende Betriebskosten, interne Personalkosten des Antragstellers, Projekte mit Baubeginn vor Antragstellung
- Antragsweg: Online über das easy-Online-Portal des BAFA
Praxis-Checklisten und Rechner für Ihr Projekt.
Wenn Sie noch im Research-Modus sind: holen Sie sich einen der Werkzeug-PDFs. Wir senden ihn direkt an Ihre Arbeits-E-Mail.
ISO-50001-Audit-Checkliste
Alle 47 Prüfpunkte aus realen Zertifizierungen — inkl. typischer Auditor-Feststellungen und Datenstruktur-Vorlage.
Kostenlos anfordern → Excel · RechnerPeak-Shaving-Einsparrechner
Rechnen Sie selbst: Wie viel sparen Sie pro Jahr, wenn Ihre Spitze um 10 / 15 / 20 % sinkt? Formelmodell mit Netzentgelt-Tarifen 2026.
Kostenlos anfordern → PDF · 8 SeitenBAFA-EEW-Modul-3-Antragshilfe
Schritt-für-Schritt-Leitfaden für den easy-Online-Antrag: förderfähige Kostenpositionen, Einsparprognose-Vorlage, häufige Ablehnungsgründe.
Kostenlos anfordern →EMS vs. Energiemonitoring vs. Energie-BI vs. MES — was wofür.
Die Produktkategorien werden oft verwechselt, obwohl sie technisch und funktional unterschiedlich sind. Diese Tabelle macht die Unterschiede explizit.
| Fähigkeit | Energie-Monitoring | Energie-BI | EMS (eco2lot) | MES |
|---|---|---|---|---|
| Messdaten erfassen | ✓ | ◐ indirekt | ✓ | ◐ prozessnah |
| Historie & Visualisierung | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| EnPI-Berechnung & ISO-Reports | ✗ | ◐ manuell | ✓ automatisiert | ✗ |
| Echtzeit-Prognose Lastgang | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Aktive Regelung (Peak-Shaving, Eigenverbrauch) | ✗ | ✗ | ✓ | ◐ auf Prozessebene |
| Integration ERP / MES | ◐ | ✓ | ✓ | ✓ |
| OT-Integration (SPS, Feldbus) | ◐ | ✗ | ✓ | ✓ |
Kernaussage: Reines Monitoring zeigt Verbräuche, Energie-BI visualisiert sie in Reports, ein MES steuert Produktionsprozesse — aber nur ein vollwertiges EMS wie eco2lot schließt den Regelkreis zwischen Messdaten, Prognose und Eingriff.
In der Praxis: Wenn Ihr Setup heißt „ich habe ein Dashboard mit Verbräuchen", arbeiten Sie mit einem Monitoring-Tool. Wenn Sie zusätzlich EnPIs pro Charge ausgerechnet haben wollen und Auditfähigkeit brauchen, steigen Sie in den EMS-Bereich auf. Die Investition zwischen reinem Monitoring und einem echten EMS liegt typisch im Faktor 1,5–2 — der ROI-Unterschied durch aktive Regelung liegt aber im Faktor 5–10. Eine vertiefende Gegenüberstellung beider Welten steht im Glossar-Eintrag EMS vs. Energiemonitoring.
Wenn Ihr Fokus auf der Maschine liegt — OEE, Stillstände, Stückzahlen pro Schicht — ist nicht das EMS, sondern unsere Produktionsmanagement-Software das passende Werkzeug. Beide laufen auf derselben eco2lot-Plattform und teilen sich denselben Daten-Stamm. Sie können mit einem von beiden starten und das andere nach Bedarf ergänzen.
Wie eco2lot technisch in Ihren Betrieb passt — mit Ihrem Anlagen-Bestand.
eco2lot ist bewusst als offene Integrationsschicht konzipiert. Der Gedanke dahinter: jedes Industrieunternehmen hat bereits ein ERP (SAP, Microsoft Dynamics, Infor), ein Leitsystem (Siemens PCS7, Wonderware, WinCC), ein oder mehrere MES (Hydra, iTAC, GE Proficy) und eine Zählerfernauslesung. Eine EMS-Plattform, die den Austausch dieser Systeme verlangt, ist in der Praxis nicht einführbar.
Unterstützte Protokolle und Schnittstellen
eco2lot bindet Datenquellen über standardisierte Protokolle ein. Je nach Anlagengeneration kommen folgende Integrations-Varianten zum Einsatz:
- OPC UA — moderner OT-Standard (operative Anlagentechnik), Zugriff auf SPS-Variablen, Leitsystem-Tags, Historiendaten
- Modbus TCP/RTU — für Zähler, Wechselrichter, Frequenzumrichter, ältere Automatisierungsgeräte
- MQTT — für IoT-Gateways, Edge-Devices, Cloud-to-Cloud-Integration
- BACnet — für Gebäudeautomation, HVAC, Kältezentrale
- M-Bus und wireless M-Bus — für dedizierte Zählerfernauslesung
- REST- und SOAP-APIs — für ERP-, MES- und Portal-Integration (Energielieferant, Netzbetreiber, BAFA-Portal)
- Datei-Schnittstellen — für Bestandssysteme mit CSV-Export, historische Daten-Übernahme
Hosting-Modelle
- Cloud (ISO-27001-Hosting in Deutschland) — schnellste Einführung, automatische Updates
- On-Premise — gesamte Plattform auf Ihrer eigenen Infrastruktur, volle Datenhoheit
- Hybrid — OT-kritische Regelschicht läuft on-premise in Ihrer Produktion, Analysen und Reporting in der Cloud; typisch bei Konzernen mit strengen IT-Sicherheitsrichtlinien
IT-Sicherheit und OT-Trennung
Für die Anbindung an Produktionsanlagen gelten strengere Anforderungen als im klassischen IT-Bereich. eco2lot implementiert die gängigen OT-Security-Prinzipien: Netzwerk-Segmentierung nach ISA-95, unidirektionale Datenflüsse wo möglich (Data-Diode-Konzept), Authentifizierung per OAuth 2.0 / mTLS, Rollenmodell mit 6 Standardrollen und audit-pflichtiger Änderungsprotokollierung. Die Plattform ist auf IT-Audits nach ISO 27001 und IEC 62443 vorbereitet.
Drei Einstiegspfade. Fixpreis. Klare Erwartung.
Wir starten nie mit einem Mehrjahresprojekt. Sie sehen nach 8 Wochen, ob eco2lot für Sie funktioniert — bei überschaubarem Invest.
- Ist-Aufnahme Ihrer Zähler und SPS
- Einsparprognose auf Basis Ihres Lastgangs
- Machbarkeits-Einschätzung (Go / No-Go)
- Grober POC-Rahmen mit Zeitplan
- Ergebnis-Protokoll per E-Mail
- Anbindung einer Linie oder eines Standorts
- Live-Messung & Dashboards in Echtzeit
- Erste Regelstrategie (z. B. Peak-Shaving)
- Konkrete Einsparzahlen aus Ihrem Betrieb
- Rollout-Angebot mit Business Case
- Ausrollen auf weitere Linien / Standorte
- Zusätzliche Regelstrategien & Integrationen
- SLA, Support, Weiterentwicklung
- Schulung & Enablement Ihres Teams
- BAFA-förderfähig (wir unterstützen im Antrag)
Ein klarer Fahrplan in 5 Schritten.
Persönlicher Rückruf durch Andreas Babel oder einen unserer Ingenieure. Wir klären gemeinsam den Ist-Zustand und Ihren Pain.
60-Min-Messstellen-Check per Video. Ist-Aufnahme der Anlagen, Zähler und Prozesse. Wir identifizieren Potenzial.
Fixpreis-Angebot mit Leistungsumfang, Zeitplan und Preis. Transparent, vollständig — alle Positionen offen.
Wir implementieren den POC. Nach 4–8 Wochen läuft eine eco2lot-Instanz mit echten Zahlen aus Ihrer Produktion.
Management-Review, KPI-Tracking, ISO-Audit. eco2know-Schulungen für Ihr Team — damit Wissen im Haus bleibt.
Der Gründer meldet sich persönlich.
„Ich wollte nie ein Softwareunternehmen gründen, sondern Probleme lösen, die ich selbst erlebt habe."
Ihre Anfrage landet beim ersten Termin bei einem unserer Ingenieure oder bei Andreas Babel persönlich.
- 📞 +49 89 413 291 000 (werktags 8:00–18:00)
- ✉️ babel@bs-systeme.de
- 📍 BS-Systeme GmbH · Georg-Huber-Str. 12 · 85604 Zorneding
Einsparpotenzial kostenlos für Ihren Betrieb durchrechnen.
60-Min-Video-Call mit einem unserer Ingenieure. Ist-Aufnahme Ihrer Messstellen, Einsparprognose für Peak-Shaving und Eigenverbrauch, POC-Rahmen. Ohne Verkaufsdruck.
Was Industrie-Entscheider uns vor dem POC fragen.
Was ist industrielles Energiemanagement?
Industrielles Energiemanagement ist die systematische Erfassung, Analyse und aktive Steuerung aller Energieströme in einem produzierenden Betrieb. Im Unterschied zum reinen Energiemonitoring greift ein industrielles Energiemanagementsystem regelnd in Anlagen ein — typischerweise, um Lastspitzen zu kappen, Eigenverbrauch aus PV- oder BHKW-Anlagen zu maximieren und Energiekosten pro produzierter Einheit zu senken.
Was ist Peak-Shaving und wie viel kann man damit sparen?
Peak-Shaving bezeichnet das gezielte Kappen von Lastspitzen, um den höchsten 15-Minuten-Mittelwert eines Abrechnungszeitraums zu reduzieren. Jeder kW dieses Maximalwertes kostet in Deutschland 80–200 € pro Jahr an Netzentgelt. Typische Reduktionen durch eine EMS-gestützte Peak-Shaving-Strategie liegen bei 10–20 % der Netzentgelte — bei einem Betrieb mit 3 MW Spitzenlast entspricht das einer Einsparung von 30.000–120.000 € pro Jahr.
Müssen wir unsere Zähler oder das Leitsystem tauschen?
Nein. eco2lot ist hersteller- und protokolloffen und bindet bestehende Zähler, SPS, ERP und MES-Systeme über OPC UA, Modbus, MQTT, BACnet, M-Bus und weitere Protokolle ein. Auch ältere Anlagen ohne IP-Schnittstelle können über ein Edge-Gateway integriert werden.
Wie schnell ist eco2lot einsatzbereit?
Nach der Erstabstimmung dauert es in der Regel 3–4 Wochen bis zur ersten Live-Messung und 4–8 Wochen bis zum vollen Proof of Concept mit erster aktiver Regelstrategie. Der POC wird zum Fixpreis zwischen 10.000 und 20.000 Euro angeboten.
Unterstützt eco2lot die ISO 50001?
Ja. eco2lot unterstützt die Einführung und den Betrieb eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2018 durch lückenlose Erfassung von Energiedaten aller Medien (Strom, Gas, Druckluft, Dampf, Kälte, Wasser), automatisierte EnPI-Berechnung, auditsichere Reports und konfigurierbare Prüfpfade. Die Plattform ist zudem auf ISO-27001-Anforderungen an Informationssicherheit ausgelegt.
Welche Förderungen sind für Energiemanagement-Software möglich?
Der Einsatz von EMS-Software ist über das BAFA-Programm „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW)" förderfähig, insbesondere über Modul 3 (Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software). Der Fördersatz beträgt 30 % für große Unternehmen und 40 % für KMU auf die förderfähigen Ausgaben. Wir unterstützen Sie aktiv bei Antrag und Nachweis.
Was unterscheidet eco2lot von Energie-BI wie Power BI?
Business-Intelligence-Werkzeuge wie Power BI oder Tableau visualisieren Verbrauchsdaten nachträglich. eco2lot hingegen steuert aktiv: die Plattform greift in Echtzeit regelnd in Anlagen ein, um Lastspitzen zu vermeiden, Eigenverbrauch zu erhöhen oder vereinbarte Fahrpläne einzuhalten. Monitoring und Visualisierung sind Voraussetzung, nicht Ziel.
Was unterscheidet Energiemanagement von Produktionsmanagement?
Energiemanagement-Software konzentriert sich auf die Energieströme eines Betriebs: Strom-, Gas-, Druckluft-, Dampf- und Kältedaten, Lastspitzen, ISO-50001-Reporting und CO₂-Bilanzierung. Produktionsmanagement-Software bündelt dagegen Maschinen- und Auftragsdaten — OEE (Overall Equipment Effectiveness), Stillstand-Ursachen, Stückzahlen und Schichtleistung. eco2lot deckt beide Welten auf derselben Plattform ab: Energiemanagement als eigene Lösung mit ISO 50001, Peak-Shaving und Fahrplan-Regelung, Produktionsmanagement als eigene Lösung mit Live-OEE und Stillstand-Pareto. Die Brücke ist die Kennzahl „Energie pro Stück" — die zentrale Effizienz-Größe, die nur entsteht, wenn beide Datenwelten zusammenlaufen. Details siehe Glossar-Eintrag /wissen/glossar/energie-pro-stueck/.
Wo werden unsere Energiedaten gespeichert?
Sie wählen zwischen drei Hosting-Modellen: Cloud mit Hosting in deutschen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren, On-Premise auf Ihrer eigenen Infrastruktur oder einem Hybrid-Setup, bei dem die OT-kritische Regelschicht on-premise läuft und Analysen in der Cloud erfolgen.
Ab welcher Betriebsgröße rechnet sich ein EMS?
Ab circa 5 GWh Jahresverbrauch amortisiert sich ein eco2lot-POC in den meisten Fällen allein über Peak-Shaving innerhalb von 12–18 Monaten. Bei kleineren Betrieben steht meist die ISO-50001-Compliance oder die Multi-Site-Konsolidierung im Vordergrund — wir sprechen das im Messstellen-Check offen an, wenn der Business Case nicht trägt.
Welche Medien kann eco2lot erfassen?
Alle in der Industrie gängigen Energie- und Prozessmedien: Strom, Erdgas, Heizöl, Druckluft, Dampf, Kälte, Fernwärme, Wasser, Prozessgase (N2, CO2, O2) sowie prozessspezifische Medien. Die Plattform unterstützt beliebige Messeinheiten und verknüpft sie mit Produktionsdaten aus dem MES oder ERP.
Ist eco2lot auch für kleinere Unternehmen geeignet?
Grundsätzlich ja — eco2lot ist modular und skaliert von Einzelstandort bis zu Multi-Site-Konzernen. Unter 5 GWh Jahresverbrauch und ohne ISO-Compliance-Bedarf ist der POC-Fixpreis allerdings oft höher als der Nutzen der ersten 12 Monate. In diesen Fällen empfehlen wir einen gestuften Einstieg (nur Monitoring + EnPI) und sagen dies im Check transparent.
Wer sind die typischen Anwender in unserem Team?
eco2lot wird von vier typischen Rollen genutzt: dem Energiemanager (ISO-50001-Verantwortung, EnPI-Reporting), der Produktion/Werkleitung (Einhaltung Fahrplan, Peak-Vermeidung), der OT/Instandhaltung (Anlageneingriffe, Alarmierung) und der IT/IT-Security (Systembetrieb, Schnittstellen). Das Rollenmodell ist in der Plattform vordefiniert und an Ihre Organisationsstruktur anpassbar.
Zentrale Begriffe des industriellen Energiemanagements.
- EnPI
- Energy Performance Indicator — energiebezogene Kennzahl wie kWh pro Tonne Produkt oder kWh pro Charge, Pflichtelement der ISO 50001.
- SEU
- Significant Energy Use — Verbraucher oder Anlagen, die einen wesentlichen Anteil am Gesamtverbrauch haben und gesondert gemessen werden müssen.
- Lastgang
- Zeitreihe des Strombezugs in 15-Minuten-Auflösung, Grundlage für Netzentgelt-Berechnung und Peak-Shaving.
- Jahresleistungspreis
- Netzentgelt-Komponente, die sich am höchsten 15-Minuten-Mittelwert des Jahres bemisst (80–200 €/kW p. a.).
- Benutzungsstunden
- Verhältnis von Jahresarbeit zu Spitzenleistung (typisch 2.500–7.500 h); bestimmt das anzuwendende Netzentgelt-Modell.
- Redispatch 2.0
- Gesetzliches Verfahren (§13 EnWG), bei dem Anlagen ab 100 kW vom Netzbetreiber in der Einspeisung oder Last angepasst werden können.
- §14a EnWG
- Paragraf zur Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher) durch den Netzbetreiber.
- EnEfG
- Energieeffizienzgesetz (seit 2023), verpflichtet Unternehmen ab 7,5 GWh Jahresverbrauch zu einem zertifizierten EMS und zur Umsetzung wirtschaftlicher Maßnahmen.
- CSRD
- Corporate Sustainability Reporting Directive — EU-weite Berichtspflicht für Nachhaltigkeitskennzahlen, inkl. Energie- und CO₂-Daten.
- CBAM
- Carbon Border Adjustment Mechanism — EU-CO₂-Grenzausgleich für energieintensive Importe, erfordert belegbare Emissionsdaten pro produzierter Einheit.
- OPC UA
- Offener Kommunikationsstandard (IEC 62541) für industrielle Automatisierung; ermöglicht herstellerunabhängige Integration von SPS und Leitsystemen.
- PPA
- Power Purchase Agreement — langfristiger Direktliefervertrag zwischen Erzeuger und Abnehmer, oft mit Fahrplan-Pflicht.
- Ausgleichsenergie
- Differenz zwischen Soll-Fahrplan und Ist-Bezug; wird zu volatilen Preisen nachberechnet und ist Haupttreiber für Fahrplan-Regelung.
- Action Layer
- Schicht eines EMS, in der aktive Eingriffe in Anlagen passieren — das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu reinem Monitoring.