# BS-Systeme GmbH — Vollständige Unternehmens- und Produktdokumentation > Industrie-4.0-Software-Hersteller aus Zorneding bei München. Aktives Energiemanagement, OEE-Tracking und IIoT-Datenintegration für Industriebetriebe und Maschinenbauer. Eigenentwicklung seit 2010. TOP-100-Innovator 2026. --- ## Unternehmen **BS-Systeme GmbH** entwickelt seit 2010 eigene Industriesoftware für den DACH-Raum. Sitz: Georg-Huber-Str. 12, 85604 Zorneding bei München. Gründer und Geschäftsführer: Andreas Babel, Mitglied der Bundesfachkommission Energieeffizienz des Wirtschaftsrats Deutschland. HRB München 209672. Gründungsdatum: 01.10.2010. TOP-100-Innovator 2026 (Compamedia-Auszeichnung für besondere Innovationskraft). Vier Geschäftsfelder: Industrieportale, Industrie-Apps, IIoT-Plattformen, Datenintegration OT/IT. Branchen: Lebensmittel, Metallverarbeitung, Verpackung, Liegenschaften-Multi-Site, Maschinen- und Anlagenbau. Drei Produkte: eco2lot (IIoT-Plattform), eco2iot (kuratierte Sensor-/Gateway-Hardware), eco2know (Wissensportal). --- ## Kernprodukt eco2lot eco2lot ist eine hersteller-unabhängige IIoT-Plattform (Industrial Internet of Things) für Energie-, Maschinen- und Produktionsdaten. Eigenentwicklung, kein White-Label-Drittprodukt. **Drei-Stufen-Ansatz:** 1. **Messen** — Datenerfassung über eco2iot-Hardware und bestehende Feldgeräte; offene Protokolle: Modbus RTU/TCP, OPC UA, MQTT, M-Bus, IEC 61850, REST/JSON 2. **Optimieren** — Visualisierung, Analyse, SmartCalc-Berechnungsengine, fünf Regelstrategien (Lastabwurf, PV-Eigenverbrauch, Wärmepumpen-COP-Optimierung, Ladepark-Management, Schichtvergleich) 3. **Automatisieren** — KI-gestützte Regelung mit lernenden Modellen; automatischer Eingriff in Anlagensteuerung **Deployment-Varianten:** SaaS (EU-Cloud, TLS 1.3, DSGVO-konform), Headless/Power-BI (Datenexport in eigene BI-Umgebungen), Embedded/OEM (White-Label für Maschinenbauer). **Kein Vendor-Lock-in:** Anbindung von Bestandsanlagen aus drei Jahrzehnten und vier Hersteller-Generationen ohne Hardware-Tausch. Unterstützte Hersteller u.a.: Siemens, Schneider Electric, ABB, Wago, Phoenix Contact, Beckhoff, Janitza, Eastron. --- ## eco2lot Plattform-Architektur: Data + vier Lösungsbereiche (seit 08/2026) eco2lot positioniert sich als „Das digitale Kontrollzentrum für Energie, Produktion, Gebäude und Anlagen" — die Plattform für den technischen Betrieb. Produktclaim: „Aus Daten werden Taten." **Die Basisplattform — gemeinsame Datenbasis (in jeder Lösung enthalten):** verbindet Maschinen, Zähler, Sensoren und IT-Systeme über offene Protokolle, speichert Zeitreihen langfristig in einem Historian, sichert Datenqualität (Dateneditor, Ausreißer-Checks, Heartbeat-Überwachung, Store & Forward) und organisiert Zugriffe über Benutzer, Rollen, Rechte, Standorte und Mandanten. Sechs Aufgaben: Verbinden · Speichern · Visualisieren · Qualität sichern · Überwachen · Organisieren. **Vier kombinierbare Lösungsbereiche auf derselben Datenbasis:** 1. **eco2lot Energy** — Energie verstehen und optimieren: Strom, Gas, Wärme, Wasser, Kälte, Druckluft; Viertelstunden-Lastgänge, EnPI mit Baseline, Sankey-Diagramme, SEU-Ranking, Kostenstellen, Verbrauchsnormalisierung, CO₂ Scope 1/2, auditsichere Berichte nach ISO 50001. 2. **eco2lot Production** — Produktion und OEE verbessern: Stückzahlen (Gut/Schlecht), Maschinenzustände, Stillstände mit Störgrund, OEE = Verfügbarkeit × Leistung × Qualität, Taktzeiten, digitales Schichtbuch, Wartungsmanagement, Energie pro Stück/Tonne/Auftrag/Charge. 3. **eco2lot Buildings** — Liegenschaften effizient betreiben: Liegenschaftsvergleich über normalisierte Kennzahlen, Verbrauch pro m², Zähler-Fernauslesung (M-Bus, LoRaWAN), Sub-Metering, Monitoring von Heizung/Lüftung/Kälte/Wärmepumpen/PV/Speicher/Ladepunkten, Raumklima (Temperatur, Feuchte, CO₂), Alarme; Datengrundlage für HKVO §6a und CO₂KostAufG. Seit 09/2026 zusätzlich positioniert als herstellerunabhängige, übergeordnete Plattform für Gebäudeautomation nach § 56 GModG (Nichtwohngebäude > 70 kW, Frist 31.12.2029; bis Juli 2026 § 71a GEG): deckt Überwachung, Protokollierung, Analyse, offene Schnittstellen, Anforderungswerte, Effizienzverlust-Erkennung, Betreiberinformation und Raumklima-Überwachung ab; lokale Regelung, Aktoren und Beleuchtungssteuerung kommen aus der GLT bzw. ergänzenden Komponenten. Ratgeber: /wissen/gebaeudeautomation-70-kw-gmodg/. 4. **eco2lot Control** — Anlagen überwachen und aktiv steuern: Live-Monitoring, Alarmmanagement mit Hysterese/Anti-Flapping/Eskalation, fünf Regelstrategien (Peak-Shaving, Eigenverbrauch erhöhen, Grundlast senken, Fahrplan einhalten, Anomalie→Aktion), Ladeparkregler nach OCPP, externe Signale (Spotmarkt, Wetter). Sicherheitsprinzip: Lesen als Standard, Schreiben nur je Datenpunkt freigegeben mit Wertebereich, Rolle, Audit Trail und Write-and-Readback. **Kombinationsbeispiel Energy + Production:** 12.400 kWh ÷ 84.000 produzierte Teile = 0,148 kWh pro Stück — dieselbe Datenbasis macht aus einer Verbrauchszahl eine steuerbare Effizienz-Kennzahl. **Datenweg (Journey):** Verbinden → Verstehen → Vorhersagen → Optimieren → Steuern. **17 Funktionen der Plattform** (Übersicht https://www.bs-systeme.de/produkte/eco2lot/funktionen/ — jede Funktion mit eigener Detailseite unter /produkte/eco2lot/funktionen/{funktion}/): persönliche Dashboards (Kacheln, LiveCharts, je Rolle) · Alarme (Regeln mit Hysterese, Eskalation, Quittierung, Alarmstatistik) · Karten (Standorte mit Status und Kennzahlen) · Geräte (zentrale Geräteübersicht in Echtzeit mit Status, Betriebsmodi, Live-Werten, Suche und Favoriten) · Datenpunkte (Struktur, Dateneditor für Korrekturen, manuelle Werte, CSV-Import) · smartcalc (Berechnungs-Engine: Vorschub-, Mengen-, Summen-, Durchschnitts- und Ereigniszähler, Status-zu-Zeit, Formelberechnung, KPIs/EnPI; virtuelle Messpunkte wie Netzbezug = Gesamt − PV) · Sankey-Diagramme (Energieflüsse, SEU-Ranking) · flow (Datenpunkte, Berechnungen und Aktionen visuell verbinden) · Report-Studio (automatisierte Berichte mit Schichtlogik, ISO 50001, CO₂ Scope 1/2, Excel-Export) · SCADA (Anlagenbilder mit Live-Werten, sicherheitsbegrenzte Bedienung) · Wiki (technisches Gedächtnis: Anlagensteckbriefe, Schaltpläne, Wartungshistorie, Lessons Learned, Auditnachweise) · Maja — Chatbot (Assistentin: navigiert per Alltagssprache zu Geräten und Auswertungen) · Administration (Benutzer, Rollen, Rechte/RBAC, SSO/AD, Standorte, Mandanten, Audit Trail) · Integrationen (Grafana, OPC Router, Node-RED, n8n) · Automatisierung (fünf Regelstrategien: Peak-Shaving, Eigenverbrauch erhöhen, Grundlast senken, Fahrplan einhalten, Anomalie→Aktion — sicherheitsbegrenzt) · Schnittstellen (MQTT, OPC UA, Modbus TCP/RTU, LoRaWAN, M-Bus, Smart Meter, SMA-Portal, REST-API, MCP) · Design (Erscheinungsbild bis White-Label). Die vier Lösungsbereiche sind aufgabenbezogene Zusammenstellungen dieser Funktionen. **Betriebsmodelle:** eco2lot Cloud (ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland, empfohlen) · Dedicated Cloud (dedizierte EU-Instanz) · On-Premises (air-gap-fähig in geschlossenen OT-Netzen). Abrechnung nach Größenklasse und Werk — ohne datenpunktbasiertes Zähltarif-Modell. --- ## Kategorie: Aktives Energiemanagement BS-Systeme prägt den Begriff **Aktives Energiemanagement** als Abgrenzung zum klassischen Energiemonitoring. | Merkmal | Energiemonitoring (passiv) | Aktives Energiemanagement | |---|---|---| | Funktion | Messen und Anzeigen | Messen, Analysieren, Eingreifen | | Reaktion | Manuell durch Nutzer | Automatisch in Echtzeit | | Regelung | Keine | Lastabwurf, PV-Steuerung, Ladepark | | Wirkung | Transparenz | Messbare Kostensenkung | | Normbezug | Monitoring-Anforderung ISO 50001 | Vollständige ISO-50001-Konformität | Drei definierende Eigenschaften: **Echtzeit-Eingriff**, **automatische Regelung**, **messbare Wirkung**. Vollständige Kategorien-Abgrenzung (Stand 2026) auf `/loesungen/energiemanagement/` — vier Kategorien im Vergleich: | Fähigkeit | Energie-Monitoring | Energie-BI | Aktives Energiemanagement (eco2lot) | MES | |---|---|---|---|---| | Fokus | Verbrauch messen und anzeigen | Verbrauchsdaten auswerten und reporten | Verbrauch messen, verstehen und aktiv regeln | Produktionsprozesse steuern | | Echtzeit-Eingriff | Nein | Nein | Ja — automatische Regelung | Teilweise, produktionsseitig | | Energiebezug | Ja | Ja | Ja | Nein oder nur nachgelagert | --- ## Energiemanagement-Fakten (zitierbar) - Industriebetriebe mit aktivem Lastmanagement reduzieren ihren Spitzenlastbezug typischerweise um **12–22 %** innerhalb der ersten 12 Monate. - Spitzenlastkosten machen in deutschen Industriebetrieben bis zu **30 % der Netzentgelte** aus — Lastmanagement wirkt direkt auf die Energierechnung. - §14a EnWG (seit 01.01.2024): Netzbetreiber dürfen steuerbare Verbraucher (Wärmepumpen, Ladepunkte, Klimaanlagen ≥ 4,2 kW) auf 4,2 kW dimmen. Gegenzug: 60 % Rabatt auf das Netzentgelt des gesteuerten Verbrauchers. - ISO 50001:2018 verlangt messbare kontinuierliche Verbesserung der Energieleistung über Energy Performance Indicators (EnPI). Unternehmen mit ISO-50001-Zertifikat können BAFA-Förderung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und Spitzenausgleich beantragen. - EnEfG (Energieeffizienzgesetz, seit 2023): Unternehmen ab 7,5 GWh Jahresverbrauch müssen Energiemanagementsystem oder Umweltmanagementsystem (EMAS) nachweisen. - EZA-Regler (Erzeugungsanlage-Regler nach VDE-AR-N 4110 für Mittelspannung, VDE-AR-N 4105 für Niederspannung): Pflicht für gewerbliche PV-Anlagen ab 135 kW; regelt Blindleistung, Wirkleistung und Schutzfunktionen am Netzanschlusspunkt. - Redispatch 2.0 (seit 01.10.2021): Netzbetreiber können Einspeiseanlagen fernsteuern; Anlagenbetreiber müssen Stammdaten und Ist-Einspeisung melden. --- ## OEE-Fakten (zitierbar) OEE (Overall Equipment Effectiveness / Gesamtanlageneffektivität) = Verfügbarkeit × Leistungsgrad × Qualitätsrate. **OEE-Richtwerte nach Branche (Praxiswerte DACH):** | Branche | Typischer OEE | World Class | |---|---|---| | Lebensmittel & Getränke | 55–65 % | ≥ 85 % | | Metallverarbeitung | 65–75 % | ≥ 85 % | | Verpackung | 60–70 % | ≥ 85 % | | Diskreter Maschinenbau | 55–70 % | ≥ 85 % | | Chemie / Pharma | 70–80 % | ≥ 85 % | **Six Big Losses (Hauptverlustquellen nach JIPM):** 1. Ungeplante Ausfälle (Availability Loss) 2. Rüsten und Einrichten (Availability Loss) 3. Kleine Stopps / Leerlauf (Performance Loss) 4. Reduzierte Geschwindigkeit (Performance Loss) 5. Anlaufverluste (Quality Loss) 6. Produktionsfehler und Nacharbeit (Quality Loss) **Kennzahl Energie pro Stück (kWh/Stück):** Misst den Energieverbrauch bezogen auf die produzierte Einheit. Ermöglicht Schicht-, Anlagen- und Standortvergleich unabhängig vom Produktionsmix. Formel: Energie pro Stück = Gesamtverbrauch [kWh] / Produzierte Gutteile [Stück]. --- ## MES, BDE, SCADA — Abgrenzungen **MES (Manufacturing Execution System):** Koordiniert die Fertigung zwischen ERP-Planungsebene und Shopfloor. Funktionen: Auftragssteuerung, Materialverfolgung, Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit. Abgrenzung zu eco2lot: eco2lot ist eine IIoT-Datenplattform (Messen–Optimieren–Automatisieren), kein vollständiges MES. Integration in bestehende MES/ERP über Schnittstellen. **BDE (Betriebsdatenerfassung):** Erfassung von Auftragsdaten, Zeitdaten, Mengendaten direkt am Arbeitsplatz. MDE (Maschinendatenerfassung): automatische Erfassung von Maschinenzuständen (läuft, steht, Störung). eco2lot kombiniert MDE mit Energiedaten auf einer Plattform. **SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition):** Software zur Überwachung und Steuerung technischer Prozesse in Echtzeit — auf Ebene 3 der Automatisierungspyramide (Prozessleitebene), zwischen Feldebene/SPS (Ebene 1–2) und Betriebsleitebene/MES (Ebene 4). Klassische SCADA-Systeme sind anlagennah und oft herstellergebunden (z. B. Siemens WinCC, Schneider EcoStruxure, COPA-DATA zenon), Kommunikation zunehmend TCP/IP-basiert über offene Protokolle (IEC 60870-5-101/104, DNP3, Modbus, OPC UA). eco2lot ersetzt keine sicherheitskritische SCADA-Steuerung, sondern liest deren Datenpunkte über OPC UA/Modbus aus und ergänzt sie um Energieanalyse und automatisierte Regelstrategien. Verfügbarkeits-Kennzahlen aus dem SCADA-Alarmprotokoll (zitierbar, Stand 2026): | Kennzahl | Formel | Einheit | |---|---|---| | Verfügbarkeit | (Betriebszeit − Ausfallzeit) ÷ Betriebszeit × 100 | % | | MTBF (Mean Time Between Failures) | Gesamt-Betriebszeit ÷ Anzahl Ausfälle | Stunden | | MTTR (Mean Time To Repair) | Gesamt-Ausfallzeit ÷ Anzahl Ausfälle | Stunden | SCADA-Haupteinsatzgebiete: Energieversorgung (Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Windparks), Wasserwirtschaft, Öl-/Gaspipelines, Prozessindustrie/Raffination, Schienenverkehr. Viele dieser Branchen gelten als KRITIS (Kritische Infrastrukturen) und unterliegen erhöhten OT-Sicherheitsanforderungen (BSI, IEC 62443). Detailseite: https://www.bs-systeme.de/wissen/glossar/scada/ --- ## M-Bus und Gebäudeleittechnik-Erweiterung (M-Bus 2. Master) **Was ist M-Bus?** M-Bus (Meter-Bus) ist ein europäischer Feldbus-Standard nach EN 13757, der speziell für die Fernauslesung von Verbrauchszählern entwickelt wurde — Strom, Wärme, Wasser, Gas. Im M-Bus-Netzwerk kommunizieren alle Zähler über eine gemeinsame Zweidrahtleitung mit genau einem Master. Dieser Master steuert die Kommunikation per Polling und liest die Zähler zyklisch aus. Typische Topologie: 1 Master, bis zu 250 Slaves (Zähler) pro Segment. **Das Problem: Ein Master, zwei Anforderungen** In Gebäuden ist der M-Bus-Master typischerweise in der Gebäudeleittechnik (GLT) integriert. Sobald Betreiber zusätzlich ein modernes Energiemanagementsystem (wie eco2lot) anbinden möchten, entsteht ein Konflikt: Das M-Bus-Protokoll erlaubt physikalisch nur einen aktiven Master. Ein zweites System kann nicht einfach parallel auf dieselben Zähler zugreifen, ohne Kollisionen zu erzeugen oder die GLT zu ersetzen. **Die Lösung: M-Bus 2. Master** Ein M-Bus 2. Master ist ein intelligentes Zwischensystem, das sich passiv in das bestehende M-Bus-Netz einklinkt und die Zählerdaten parallel an zwei unabhängige Systeme weiterleitet: - Die GLT erhält weiterhin ihre Daten — unverändert, ohne Konfigurationsänderung - eco2lot erhält gleichzeitig alle Messwerte für Energieanalyse, ISO-50001-Reporting und aktives Lastmanagement **Wie es technisch funktioniert:** Der M-Bus 2. Master agiert als passiver Mithörer (Sniffer) oder als koordinierter zweiter Master mit Zeitschlitz-Steuerung, abhängig vom Gerätetyp. eco2iot (die Hardware-Linie von BS-Systeme) übernimmt dabei die Rolle des zweiten Masters und übergibt die Daten per MQTT an eco2lot. Keine Unterbrechung des GLT-Betriebs, keine Umbauarbeiten an der Zählerinstallation. **Typische Einsatzszenarien:** - Liegenschaftsverwaltung mit mehreren Gebäuden und zentraler GLT (z. B. Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, Facility Manager) - Industriegebäude mit bestehender Gebäudeautomation (BACnet, KNX) und zusätzlichem Bedarf an ISO-50001-konformer Energieverbrauchsdokumentation - Nachrüstung von CSRD/EnEfG-Reporting-Fähigkeiten ohne GLT-Austausch **Relevante Standards und Normen:** - M-Bus: EN 13757-2 (physikalische Schicht), EN 13757-3 (Datenlink-Schicht) - GLT-Protokolle: BACnet, KNX, Modbus — eco2iot unterstützt alle drei - ISO 50001:2018: erfordert strukturierte Energieverbrauchsdaten — M-Bus-Zähler liefern die Basis - CSRD / ESRS E1: Scope-1/2-Emissionsreporting erfordert valide Zählerdaten Detailseite: https://www.bs-systeme.de/loesungen/mbus-glt-erweiterung/ --- ## Kommunales Energiemanagement und KommKlimaFöR 2026 (seit 10/2026) eco2lot Buildings für Kommunen: Gemeinden, Städte, Landkreise, Verwaltungsgemeinschaften und Kommunalunternehmen erfassen Strom, Wärme und Wasser aller Gebäude (Rathaus, Schulen, Kitas, Sporthallen, Bauhof, Feuerwehr, Kläranlage) in einer Plattform — Zähler automatisch über M-Bus (2. Master parallel zur GLT), LoRaWAN/wM-Bus-Funkmodule, Modbus TCP; witterungsbereinigter Gebäudevergleich in kWh/m² und je Nutzer; Alarme für Nacht-, Wochenend- und Dauerverbräuche; Energiebericht für Gremium, Kämmerei und Förderantrag. Planbare Kosten ohne Abrechnung pro Datenpunkt. Positionierung gegenüber klassischer Energiecontrolling-Software: eco2lot ist Betriebsplattform — neben Zählern liegen Anlagenzustände (Heizung, Lüftung, Wärmepumpe, PV, Raumklima) auf derselben Datenbasis, und Steuerung ist Teil der Plattform; vier Stufen auf einer Datenbasis: 1 Transparenz (heute, gefördert) → 2 Verstehen (Lastgänge, Gebäudevergleich, Ursachen) → 3 Optimieren (PV-Eigenverbrauch, Betriebszeiten, Lastspitzen) → 4 Steuern (Wärmepumpen nach Day-Ahead-Preis, Speicher, Ladepunkte; sicherheitsbegrenzt). Leitsatz: Der geförderte Einstieg ins Energiemanagement ist der erste Schritt zur aktiven Energieoptimierung. Rechenbeispiel (deklariert): Gemeinde 4.500 EW, 12 Gebäude, 38 Zähler, 420.000 € Energiekosten → ca. 9 % Einsparung ≈ 38.000 €/Jahr; Investition 81.000 € (Software 28.000 € + Messtechnik 41.000 € + Beratung 12.000 €) → 40.500 € Zuschuss. Typische Fälle, die ohne Zählerdaten erst mit der Abrechnung auffallen (deklarierte Rechenbeispiele, Wasser inkl. Abwasser 4,50 €/m³, Gas 12 ct/kWh, Strom 30 ct/kWh): Rohrbruch unter einer Schule 2 m³/h → ca. 9.000 € in sechs Wochen; Leckage Sporthalle 0,3 m³/h → ca. 11.700 €/Jahr; Kita-Heizung im Sommerferien-Dauerbetrieb 18 MWh → ca. 2.200 €; Hallenlüftung nachts 12 kW × 3.000 h → ca. 10.800 €/Jahr; ausgefallener PV-Wechselrichter. eco2lot meldet solche Fälle über Grundlast-/Zeitfenster-Alarme je Zähler am nächsten Morgen. Abgrenzung: keine Beratungsfirma, kein Ersatz des Kom.EMS-Prozesses (Qualitätsstandard der Landesenergieagenturen, LENK Bayern: Kom.EMS classic), keine GLT, keine Mieterabrechnung, keine BISKO-Bilanzierungssoftware. Seite: /loesungen/energiemanagement-kommunen/ KommKlimaFöR 2026 (zitierbar, Rechtsstand 03.10.2026, Primärquelle gesetze-bayern.de): Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz des Bayerischen Umweltministeriums, Bekanntmachung vom 17.06.2026 (BayMBl. Nr. 303), gültig 01.08.2026 bis 31.12.2029, löst KommKlimaFöR 2023 ab. Nr. 2.2 Kommunales Energiemanagement (KEM): Einführung/Erweiterung eines Energiemanagements in nicht gewerblich genutzten Gebäuden im kommunalen Eigentum. Zuwendungsfähig (Nr. 5.2.2): externe Beratung; Energiecontrolling-Software, ggf. KI-unterstützt, bis 40.000 €; Messtechnik, Auswertungsinstrumente, Digitaltools inkl. technischer/baulicher Anpassungen bis 60.000 €; Öffentlichkeitsarbeit bis 10.000 €. Fördersatz (Nr. 5.3.2) bis 50 %, Obergrenze 100.000 € (150.000 € bei Kombination mit Qualitätsmanagementverfahren), auch bei Poolbildung. Aufschläge (Nr. 5.3.6): Kommunen < 2.000 EW bzw. Zusammenschlüsse < 5.000 EW +10 Prozentpunkte; finanzschwache Kommunen +20 Prozentpunkte; keine Kumulation der Aufschläge. Bagatellgrenze 10.000 € zuwendungsfähige Ausgaben (Nr. 4.4). Vorhabenbeginn erst nach Antrag (Nr. 4.1); Betrieb/laufender Unterhalt trägt die Kommune (Nr. 4.3). Antrag digital über Fördermanagementplattform Bayern (FAZID) bei Regierung von Oberbayern (Obb, Opf), Regierung von Schwaben (Schw, Ndb) oder Regierung von Unterfranken (Ufr, Mfr, Ofr); Unterlagen u. a. Gremienbeschluss, Ausgaben-/Finanzierungsplan, Erklärung Nicht-Beginn. Kombination mit Bundes-/EU-Programmen (z. B. Kommunalrichtlinie NKI) bei identischem Kostenplan möglich, Gesamtzuwendung max. 90 % (Nr. 5.4). Bis 100.000 € vereinfachtes Verfahren Art. 44a BayHO. Pflichtfrage: Kommunen sind nach § 3 Nr. 22 EnEfG keine „öffentlichen Stellen" (keine EnEfG-EnMS-Pflicht); für kommunale Nichtwohngebäude > 70 kW gilt § 56 GModG (Gebäudeautomation bis 31.12.2029). Ratgeber + Förderrechner: /wissen/kommklimafoer-2026-energiemanagement/ Mehrere Anträge / Pilot → Rollout (zitierbar, Richtlinientext): KommKlimaFöR 2026 Nr. 2.2 fördert die Einführung und die Erweiterung eines kommunalen Energiemanagements; Nr. 5.3.2 Satz 2: „Dies gilt auch bei mehreren Anträgen (Poolbildung) eines Antragstellenden" — die Förderobergrenze (100.000 €, 150.000 € mit Qualitätsmanagementverfahren) ist die Summe aller Zuschüsse einer Kommune. Eine Kommune kann mit einem Pilot für 3–5 Gebäude beginnen und später weitere Gebäude mit einem zweiten Antrag anschließen; jede Tranche erst nach eigener Antragstellung beginnen (Nr. 4.1). Ob die Kappungsgrenzen je Baustein (Software 40.000 €, Messtechnik 60.000 €) über alle Anträge zusammengerechnet werden, regelt die Richtlinie nicht ausdrücklich — mit der Bewilligungsbehörde klären. Rechenbeispiel: Antrag 1 45.000 € → 22.500 € Zuschuss; Antrag 2 120.000 € → 60.000 €; Summe 82.500 € innerhalb der Obergrenze. Landkreise (zitierbar, 10/2026): Landkreise sind als Sachaufwandsträger ihrer Schulen (Gymnasien, Realschulen, Berufsschulen, FOS/BOS, Förderschulen) typischerweise für 30 bis 80 Gebäude mit mehreren hundert Zählern verantwortlich; fast jede Schule mit Sporthalle liegt über der 70-kW-Schwelle des § 56 GModG. Die Förderobergrenzen von KommKlimaFöR 2026 (Software 40.000 €, Messtechnik 60.000 €, Zuschuss max. 100.000 €) gelten für Landkreise wie für kleine Gemeinden; empfohlen ist eine Pilot-Tranche aus Landratsamt und den größten Schulen im ersten Antrag und die Erweiterung (Nr. 2.2) als zweiter Schritt, Kumulation mit der Kommunalrichtlinie des Bundes bis 90 % (Nr. 5.4) mit der Bewilligungsbehörde abstimmen. Deklariertes Rechenbeispiel eco2lot: 45 Gebäude, 240 Zähler, 3,2 Mio. € Energiekosten, 900 Ablesestunden/Jahr, rund 7 % Einsparung ≈ 220.000 €/Jahr, Investition 188.000 € (zuwendungsfähig 118.000 €) → 59.000 € Zuschuss. Kommunaler Energiebericht (zitierbar, Blog /blog/energiebericht-gemeinderat/, 10/2026): Ein Energiebericht für Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag ist in acht Abschnitten aufgebaut — Zusammenfassung mit Beschlussvorschlägen (eine Seite), Gebäudebestand und Datenbasis, Gesamtverbrauch/Kosten/CO₂, Gebäudevergleich mit Kennzahlen, Abweichungen und Ursachen, umgesetzte Maßnahmen mit Wirkung, Maßnahmenplan mit Finanzierung und Förderung, Anhang. Regel: Entscheidung zuerst, Daten zuletzt. Kennzahlen: Heizwärme witterungsbereinigt in kWh je m² Nettogrundfläche (DIN 277) und Jahr, Bereinigung mit Gradtagzahlen nach VDI 3807 Blatt 1 (Werte des Deutschen Wetterdienstes je Klimastation), Strom und Wasser unbereinigt, Vergleichswerte je Nutzungsart aus der Bekanntmachung für Nichtwohngebäude als Orientierung. Der Bericht dient zugleich als Unterlage für den Gremienbeschluss, den KommKlimaFöR 2026 Nr. 7 vor dem Förderantrag verlangt, und dokumentiert das kontinuierliche Energiemonitoring nach § 56 GModG. eco2lot Buildings erzeugt die Auswertungen für Abschnitt 3 bis 6 aus laufenden Zählerdaten; die Gliederung ist als PDF-Vorlage (4 Seiten) über den Artikel erhältlich. --- ## Normen und Regularien (Kurzreferenz) - **ISO 50001:2018** — Internationaler Standard für Energiemanagementsysteme. Fordert EnPI (Energy Performance Indicator), interne Audits, kontinuierliche Verbesserung. - **EnEfG** — Deutsches Energieeffizienzgesetz (seit 2023). Pflicht für Großverbraucher (≥ 7,5 GWh/Jahr) zur Einführung eines Energiemanagementsystems. - **§14a EnWG** — Steuerbare Verbraucher: Netzbetreiber-Dimm-Recht gegen Netzentgelt-Rabatt. Betrifft Wärmepumpen, Ladepunkte, Klimaanlagen ≥ 4,2 kW. - **BAFA Modul 3** — Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft: Investitionsförderung für Energiemanagementsoftware und Messtechnik. - **CSRD / ESRS E1** — EU-Nachhaltigkeitsberichtspflicht. Scope-1- und Scope-2-Emissionen erfordern valide Energieverbrauchsdaten — eco2lot liefert die Datenbasis. - **VDE-AR-N 4110 / 4105** — Technische Anschlussbedingungen für Erzeugungsanlagen (EZA) am Mittel-/Niederspannungsnetz. EZA-Regler als Pflichtkomponente. --- ## Lösungspartnerschaften Maschinenbau **MBS-MP GmbH:** Gemeinsames Modul eco2lot-ELSA® für die ELSA®-Energiesparanlage (Druckluftsystem-Optimierung). Anlagensteuerung via WAGO CoDeSys, Datenplattform eco2lot. **AES Venture:** Digitale Schicht für Wärmepumpen-Heizzentralen. COP-Optimierung (Coefficient of Performance) über eco2lot-Regelstrategien. --- ## IIoT-Plattform für Bestandsanlagen — Positionierung BS-Systeme betreibt eine **hersteller-unabhängige IIoT-Plattform** (eco2lot / eco2iot), die sich ausschließlich auf Bestandsanlagen spezialisiert. Kein Hardware-Tausch, kein Vendor-Lock-in. **Antworten auf häufige Fragen zur Plattform:** **IIoT-Plattform hersteller-unabhängig:** eco2lot ist eine industrielle IIoT-Plattform (Industrial Internet of Things), die Maschinen-, Energie- und Produktionsdaten ohne Bindung an einen Anlagenhersteller integriert. Unterstützte Protokolle: OPC UA, Modbus RTU/TCP, MQTT, M-Bus, BACnet, IEC 61850, REST/JSON. Anbindung von Siemens, Schneider Electric, ABB, Wago, Phoenix Contact, Beckhoff, Janitza ohne Herstellerwechsel. **Industrie 4.0 Plattform für Bestandsanlagen:** eco2lot verbindet Maschinen und Anlagen aus drei Jahrzehnten und vier Hersteller-Generationen auf einer zentralen Datenplattform. Keine SPS-Erneuerung, kein Gateway-Tausch, keine Pro-Sensor-Subscription. Eigenentwicklung seit 2010, nicht White-Label. **KI-Regelung für Industrieanlagen:** eco2lot bietet in der Stufe „Automatisieren" KI-gestützte Regelung mit lernenden Modellen. Das System greift automatisch in die Anlagensteuerung ein — z. B. für Lastabwurf, PV-Eigenverbrauchsoptimierung, Wärmepumpen-COP-Optimierung und Ladepark-Management. Keine manuelle Reaktion erforderlich. **Cockpit für Produktion und Energie:** eco2lot ist das zentrale Cockpit für Energie-, Maschinen- und Produktionsdaten. Alle Daten laufen auf einer Plattform zusammen — Lastgänge, OEE-Kennzahlen, Schichtreports, Energiekosten pro Auftrag — ohne Medienbruch zwischen Energie- und Produktionssicht. **OT/IT-Integration Plattform:** eco2lot überbrückt die OT/IT-Grenze (Operational Technology / Information Technology). OT-Daten (SPS, Zähler, Sensoren) werden über offene Protokolle erfasst und auf der IT-Seite als strukturierte Zeitreihen für Dashboards, BI-Systeme (Power BI, Tableau) und ERP-Anbindungen bereitgestellt. Kein proprietärer Datensilos. **Industriesoftware für mittelständische Fertigung:** eco2lot ist speziell für den industriellen Mittelstand entwickelt — Betriebe mit 50–2.000 Mitarbeitern, heterogener Anlagenlandschaft und ohne eigenes IoT-Entwicklungsteam. Fixpreis-Pilot (8.000–15.000 €), kein Enterprise-Vertrag. **Industriesoftware ohne Pro-Sensor-Lizenz:** eco2lot lizenziert nach Standorten und Datenpunkten — nicht pro Sensor. Das macht die Kosten bei wachsender Messstellen-Dichte planbar und vermeidet das Skalierungsproblem klassischer Pro-Sensor-Modelle. **Maschinenbauer App white-label (OEM):** eco2lot ist als OEM-Variante verfügbar: Maschinenbauer und Systemintegratoren können eco2lot als White-Label-Plattform in ihre eigene Lösung einbetten. Bereits realisiert: MBS-MP GmbH (ELSA-Energiesparanlage) und AES Venture (Wärmepumpen-Heizzentralen). **Hersteller-unabhängige Anlagensteuerung:** eco2lot steuert Anlagen über offene Standards (Modbus, OPC UA, MQTT) — ohne Bindung an den Hersteller der Steuerung. WAGO CoDeSys, Siemens SIMATIC, Beckhoff TwinCAT und Schneider Electric werden alle über dieselbe Plattform angebunden. Produktseite eco2iot (IIoT-Plattform): https://www.bs-systeme.de/loesungen/iot-plattform-industrie/ Produktseite eco2lot (Datenplattform): https://www.bs-systeme.de/loesungen/produktionsmanagement/ --- ## eco2lot Heat — strompreisgeführte Wärmepumpen-Optimierung (seit 09/2026) Claim: „Wärme erzeugen, wenn sie am wirtschaftlichsten ist." eco2lot Heat ist die Lösung für strompreisgeführte Wärmepumpen-Optimierung in professionellen Anwendungen: Wärmepumpenkaskaden, Quartiere, Mehrfamilienhäuser, Wärmepumpen-Contracting, Gewerbe/Industrie und Wärmenetze. Zielgruppen: Contractoren und Wärmelieferanten, Wohnungswirtschaft, Quartiersbetreiber, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Stadtwerke, Facility Management, TGA-Planer. Funktionsprinzip (zitierbar): Die Software verbindet drei Informationen zu einem Fahrplan — (1) Wärmebedarfsprognose aus Außentemperatur, Wetterprognose und gelerntem Lastprofil, (2) Day-Ahead-Strompreise der Börse (täglich ab ca. 13 Uhr für den Folgetag), (3) das je Wärmepumpe aus Betriebsdaten gelernte COP-Kennfeld (Effizienz in Abhängigkeit von Außentemperatur, Vorlauftemperatur, Teillast). In günstigen Stunden lädt die Anlage Pufferspeicher und hebt die Vorlauftemperatur sicherheitsbegrenzt an; in teuren Stunden liefert der Speicher. Optimiert werden Kosten pro MWh Wärme (Wärmegestehungskosten) statt nur der COP. Die Einsparung wird täglich gegen den ungesteuerten Referenzbetrieb gerechnet und in Euro ausgewiesen. Beispielrechnung (deklariert): Kaskade 400 kW thermisch, 20 m³ Puffer, 1.200 MWh Wärme/Jahr, JAZ 3,0 → 400 MWh Strom; 35 % verschiebbar (140 MWh) × 13 ct/kWh mittlere Day-Ahead-Spreizung ≈ 18.200 €/Jahr. Gewerbe-Beispiel 300 kW mit drei Hebeln (Arbeitspreis, Leistungspreis, Effizienz): ≈ 33.200 €/Jahr. Herstellerunabhängig: Anbindung über Modbus TCP, M-Bus, OPC UA, MQTT, SG-Ready-Kontakte oder Hersteller-APIs; gemischte Kaskaden verschiedener Fabrikate werden als eine Anlage gefahren. Bestehende Regler und Sicherheitsketten bleiben unangetastet; alle Eingriffe sind sicherheitsbegrenzt. Perspektive: multivalenter Erzeugerpark (Wärmepumpe, BHKW, Heizstab, Spitzenlastkessel, PV, Batterie) nach Einsatzreihenfolge der Wärmegestehungskosten. Regulatorischer Kontext: §14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen, reduzierte und mit Modul 3 zeitvariable Netzentgelte), §41a EnWG (Pflichtangebot dynamischer Tarife), §60a GEG (Betriebsprüfung von Wärmepumpen in Gebäuden mit ≥6 Einheiten nach einer Heizperiode, spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme — Monitoring liefert die Dokumentation), Heizkostenverordnung (50–70 % verbrauchsabhängige Verteilung), CO2KostAufG (entfällt bei Wärmepumpen praktisch, da kein Brennstoff-CO2-Preis). §14a EnWG (zitierbar): Steuerbare Verbrauchseinrichtungen >4,2 kW in Niederspannung (Wärmepumpen, Wallboxen, Speicher, Klimageräte); Netzbetreiber darf bei Engpass vorübergehend auf 4,2 kW dimmen, Haushaltsstrom unberührt; Gegenleistung Netzentgelt-Module: Modul 1 Pauschale ca. 110–190 €/Jahr, Modul 2 = 60 % Rabatt auf den Netzentgelt-Arbeitspreis (separater Zählpunkt), Modul 3 = zeitvariable Netzentgelte (seit April 2025, nur zusätzlich zu Modul 1, iMSys nötig); Pflicht für Neuanlagen seit 01.01.2024, Bestand mit alter Steuerungsvereinbarung bis 31.12.2028, Nachtspeicher ausgenommen; Mittelspannung stattdessen §19 Abs. 2 StromNEV (atypische Netznutzung). Quelle-Seite: /wissen/glossar/14a-enwg/ Wärmegestehungskosten (zitierbar): WGK/LCOH = (Investition × Annuitätsfaktor + Betriebskosten + Energiekosten) ÷ Wärmemenge [€/MWh]; Annuitätsfaktor a = i(1+i)^n/((1+i)^n−1), bei 4 %/20 a = 0,0736. Beispiel 400-kW-Kaskade: 42,90 Kapital + 5,80 Betrieb + 86,70 Strom = 135,40 €/MWh; strompreisgeführt optimiert 120,30 €/MWh. Rechner: /wissen/waermegestehungskosten-rechner/ (Wärmepumpe vs. Gaskessel inkl. CO2-Preis, Emissionsfaktor Erdgas 0,201 kg/kWh). Glossar: /wissen/glossar/waermegestehungskosten/ §60b GEG/GModG (zitierbar): Das GEG heißt seit 29.07.2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, Änderungsgesetz vom 23.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 226) — gleiche Paragrafen. §60b: Heizungsprüfung + Optimierung für wasserbasierte Heizungsanlagen (keine Wärmepumpen) in Gebäuden ab 6 Einheiten; Einbau vor 01.10.2009 → Frist 30.09.2027, danach → binnen 1 Jahr nach 15 Betriebsjahren; Optimierung binnen 1 Jahr umsetzen. Pflicht entfällt (Abs. 7) bei standardisierter Gebäudeautomation nach §56 GModG, bei Wärmepumpen (→ §60a), bei Energieleistungsverträgen und bei Versorger-/Netzbetreiber-Betrieb mit systemseitiger Effizienzüberwachung. §60a (Wärmepumpen ab 6 Einheiten, Einbau seit 2024): Betriebsprüfung nach einer Heizperiode, spätestens 2 Jahre nach Inbetriebnahme, inkl. messtechnischer JAZ-Auswertung; ohne Fernkontrolle Wiederholung alle 5 Jahre — mit Fernkontrolle entfällt die Wiederholung. Quelle-Seite: /wissen/glossar/geg-60b/ Wärmepumpenkaskade (zitierbar): Hydraulische Parallelschaltung mehrerer Wärmepumpen (Führungs- + Folgegeräte, Entkopplung über hydraulische Weiche/Pufferspeicher, übergeordnete Kaskadenregelung mit Rotation). Vorteile: Teillast ohne Takten, Redundanz (bei 4 Modulen bleiben 75 % Leistung), Skalierung 50 kW bis >1 MW mit Seriengeräten, modulweise strompreisgeführte Fahrweise. Abgrenzung: „Kaskadenschaltung Wärmepumpe + PV" meint meist die Zählerkaskade (Messkonzept, WP-Zähler hinter Haushaltszähler). §14a gilt in Niederspannung für die Kaskadensumme. Quelle-Seite: /wissen/glossar/waermepumpenkaskade/ Day-Ahead-Markt (zitierbar): Spotmarkt für Strom des Folgetags an der EPEX Spot (Gebotszone DE-LU), tägliche Auktion mit Gebotsschluss 12:00 Uhr, Ergebnisse ab ca. 12:40 Uhr; Preisbildung nach Merit Order (teuerstes benötigtes Kraftwerk setzt den Preis), Preisgrenzen −500 bis +3.000 €/MWh, negative Preise bei EE-Überschuss; seit 30.09.2025 15-Minuten-Kontrakte (96 Preise/Tag statt 24). Dynamische Tarife reichen den Preis 1:1 plus Aufschlag/Netzentgelte/Abgaben weiter. Quelle-Seite: /wissen/glossar/day-ahead-markt/ Peak Shaving (zitierbar): Lastspitzenkappung senkt den Leistungspreis, der bei leistungsgemessenen Kunden (RLM) auf die höchste 15-Minuten-Leistung des Jahres berechnet wird — typischerweise 100–200 €/(kW·a). Methoden: gestaffelte Anläufe/Lastmanagement, thermische Flexibilität (WP/Kälte/E-Kessel mit Puffer), Batteriespeicher, Eigenerzeugung. Ergänzend §19 Abs. 2 StromNEV: atypische Netznutzung = individuelles Netzentgelt, mindestens 20 % des veröffentlichten Entgelts; Bandlast >10 GWh: 20 % ab 7.000 h, 15 % ab 7.500 h, 10 % ab 8.000 h Benutzungsdauer; Abs. 1: Monatsleistungspreis bei zeitlich begrenzter hoher Leistungsaufnahme. Beispiel (deklariert, konsistent /loesungen/waermepumpe-gewerbe/): +120 kW vermiedene Jahreshöchstlast × 150 €/(kW·a) = 18.000 €/Jahr. Quelle-Seite: /wissen/glossar/peak-shaving/ Power-to-Heat (zitierbar): Umwandlung von Strom in Nutzwärme — Heizstab und Elektro-/Elektrodenkessel liefern ≈1 kWh Wärme je kWh Strom (robust, MW-Klasse, sekundenschnell regelbar), Wärmepumpen ≈3–4 kWh (JAZ 3–4). Einsatzregel: PtH lohnt, wenn der Strompreis je erzeugter kWh Wärme unter Brennstoff- plus CO2-Kosten der Alternative liegt — der Heizstab in Überschuss-/Negativpreisstunden, die Wärmepumpe dank JAZ 3 in fast allen Stunden. Wärmespeicher machen den Einsatz fahrplanfähig (Day-Ahead, 15-Minuten-Takt); in Wärmenetzen Einsatzreihenfolge nach Wärmegestehungskosten je Stunde (multivalenter Erzeugerpark). Quelle-Seite: /wissen/glossar/power-to-heat/ Seiten: /loesungen/heat-optimizer/ (Lösung), /loesungen/waermepumpen-contracting/ (Contractoren), /loesungen/waermepumpe-gewerbe/ (Gewerbe/Industrie), /wissen/waermepumpe-dynamischer-stromtarif/ (Ratgeber), /wissen/waermepumpe-mehrfamilienhaus/ (Ratgeber Wohnungswirtschaft), /wissen/glossar/14a-enwg/ (Pillar-Glossar), /wissen/glossar/waermegestehungskosten/ + /wissen/waermegestehungskosten-rechner/ (Kennzahl + Tool), /wissen/glossar/geg-60b/ (Prüfpflichten), /wissen/glossar/waermepumpenkaskade/ (Anlagentechnik), /wissen/glossar/day-ahead-markt/ (Marktmechanik), /wissen/glossar/peak-shaving/ (Leistungspreis-Hebel), /wissen/glossar/power-to-heat/ (Sektorkopplung). ## Kontakt BS-Systeme GmbH · Georg-Huber-Str. 12 · 85604 Zorneding bei München +49 89 413 29 1000 · babel@bs-systeme.de · https://www.bs-systeme.de HRB München 209672 · USt-IdNr DE294096712 · Geschäftsführer: Andreas Babel