Mo, 20.07.2020 2 Minuten zu lesen

Wie ist ein Zertifizierungsaudit aufgebaut? 

Das reguläre Zertifizierungsaudit wird in zwei Stufen bzw. in zwei Audits unterteilt. 

Bei der ersten Stufe des Prozesses wird ermittelt, ob das Unternehmen bereit ist für das eigentliche Zertifizierungsaudit (Stufe-2-Audit). Ziele und Inhalte dieser Stufe sind beispielsweise bei der Energienorm ein Einführungsgespräch mit der Auditzielsetzung, des Auditablaufs und der Auditdokumentation, die Kenntnisnahme der Wertschöpfung, der Organisationsstruktur und der Prozessstruktur sowie rechtlicher und anderer Anforderungen, die Überprüfung der Auftragsdaten und der Managementdokumente sowie die Bewertung des Status der Umsetzung der Anforderungen aus der ISO 50001. 

Das Stufe-2-Audit führt eine Bewertung des eingeführten Energiemanagementsystems hinsichtlich seiner Wirksamkeit durch. Dabei werden auch Durchführungen beim Unternehmen vor Ort gemacht. Dabei sind die wichtigsten Ziele und Inhalte die Informationen und Belege der Normkonformität, die Leistungsüberwachung, -messung, -auswertung und -überprüfung bezüglich der Zielsetzungen, das Energiemanagementsystem selbst sowie die Verantwortung des Energiemanagers und des Topmanagements. 

Nachdem das Audits vor Ort abgeschlossen ist und eine Überprüfung der Dokumentation des Verfahrens, sowie ggf. der Korrektur aller Abweichungen von der Norm durchgeführt wurde, wird das Zertifikat ausgestellt. Meist beträgt die Gültigkeit eines Zertifikats für ein Energiemanagementsystem drei Jahre. Dabei müssen allerdings in dem zertifizierten Unternehmen innerhalb bestimmter Zeiträume regelmäßige Überwachungsaudits durchgeführt und positiv abgeschlossen werden. Dabei werden auch die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen von vorherigen Audits überprüft. Vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des Zertifikats ist eine Rezertifizierung durch ein Wiederholungsaudit durchzuführen. Dies entspricht in etwa dem Erstaudit in Stufe 2.