Fr, 18.12.2020 5 Minuten zu lesen

Normen und Managementsysteme im Energiesektor

Mit Hilfe des Energiemanagements können Sie Ihre Energieverbräuche kontinuierlich und systematisch erfassen, steuern und analysieren. Dadurch gelingt Ihnen eine fortlaufende Verbesserung des energetischen Zustandes und damit Ihrer Energieeffizienz. Die Norm-Zertifizierung durch Audits hilft Ihnen außerdem bei der Beantragung von Fördermitteln und der Erfüllung von behördlichen Auflagen.

DIN EN ISO 50001

Die DIN EN ISO 50001 zielt auf die EEG- und Stromsteuerreduzierung für Nicht-KMU / KMUs mit einem Energieverbrauch von über 5 GWh/a. Der Inhalt der Norm beschreibt die Installation eines Energiemanagementsystems und bereitet Unternehmen auf die Durchführung eines entsprechenden Energieaudits vor.

Um die wohl bekannteste Norm im Energiemanagement einhalten zu können, bedarf es einer jährlichen Auditierung, der Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, der Benennung eines Energiemanagers sowie dem Aufbau von strukturierten Prozessen im Rahmen der Energiepolitik.

Der Nutzen der Norm ist zum einen die Optimierung der Energieeffizienz und der damit einhergehenden Senkung des Energieverbrauchs und zum anderen die Erfüllung der staatlichen Vorgaben für die Bewilligung von Fördermitteln (bspw. im Rahmen der BAFA-Förderung).

TIPP: Dank unserer fortschrittlichen Energiemanagement Software Eco²lot können Sie Ihren Betrieb digitalisieren sowie Ihr Energiemanagementsystem aufwerten und gleichzeitig von der ISO 50001 Zertifizierung profitieren.

DIN EN ISO 50003

Die ISO 50003 ist für Auditorien und Zertifizierer vorgesehen, die Energieaudits in Unternehmen durchführen. Sie beschreibt die Anforderungen und Kompetenzen, die Auditoren erfüllen müssen. Dazu gehört unter anderem der Prozess der Nachweisführung, die Bewertung der Energiedatenerfassung sowie die korrekte Berechnung der Auditzeiten und des Arbeitsaufwands. Zur Erfüllung der Norm ist außerdem eine entsprechende Messtechnik von Nöten, die zur Erfassung sämtlicher relevanter Energiedaten dient.

Der Aufwand der DIN EN ISO 50003 dient des objektiven Nachweises über eine Steigerung der Energieeffizienz. Dieser Nachweis wird für einer Erst- und eine Re-Zertifizierung nach der Energienorm DIN EN ISO 50001 benötigt.

DIN EN 16247-1

Die DIN 16247-1 ist verpflichtend für alle Nicht-KMUs und optional für KMUs, mit einem Energieverbrauch größer als 1 GWh/a, zur Reduzierung der anfälligen Stromsteuer. Die Norm beinhaltet ein Energieaudit, welches im Betrieb durchzuführen ist. Dafür muss das Audit geplant, relevante Energiedaten erfasst und die Betriebsanlagen besichtigt werden. Die Ergebnisse dieser Durchführung müssen anschließend analysiert sowie entsprechend dokumentiert werden. Diese Prozesse müssen, zur Erfüllung des Audits, ebenfalls in Form von Berichten festgehalten werden. Der Nutzen dieser Energienorm ist die Erstellung einer energetischen Grundlage für ein Energiemanagementsystem sowie die Erfüllung staatlicher Vorgaben.

TIPP: Unsere Software visualisiert Ihre Energieflüsse und –verbräuche innerhalb Ihres Unternehmens und schafft durch die Erfassung von Energiedaten in Echtzeit eine umfassende Transparenz. Eine derartige vollautomatisierte Energiedatenerfassung und –auswertung ist zwingend notwendig, um die Anforderungen der Energienorm DIN EN ISO 50001 zu erfüllen und eine Zertifizierung zu erlangen.

Eco-Management and Audit Scheme - "EMAS"

Die sogenannte EMAS ist eine Voraussetzung für die EEG- und Stromsteuerreduzierung für Nicht-KMUs, KMUs, öffentliche Einrichtungen, wie Schulen und Behörden, und Kirchen mit einem Energieverbrauch von über 5 GWh/a. Die EMAS deckt die ISO 14001 sowie die Chemikalienverordnung REACH ab. Ihr Inhalt umfasst ein Energieaudit und die Einrichtung eines Energie- und Umweltmanagementsystems.

Dafür muss eine Auditierung für Nicht-KMUs alle drei Jahre und für KMUs alle vier Jahre erfolgen. Darüber hinaus muss eine Energie- und Umweltpolitik definiert, ein Energie- und Umweltbeauftragter ernannt und die rechtlichen Verpflichtungen überwacht werden.

Der Nutzen der EMAS bezieht sich für Unternehmen auf die Einhaltung der staatlichen Richtlinien und den Aufbau eines ganzheitlichen Optimierungssystems. Dieses System ermöglicht potenzielle Einsparungen hinsichtlich Arbeitsaufwand, Energie, Materialeinsatz, Emissionen sowie Wasser und Abfall. Auch eine Umsetzung für mehrere Standorte ist im Multisire-Verfahren vorgesehen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Blogbeitrag einen klaren Überblick über die vorhandenen Normen und Managementsysteme im Energiesektor geben konnten. Sollten Sie dazu noch Fragen haben oder eine geeignete Software für die Umsetzung suchen, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns noch heute!