Do, 27.08.2020 2 Minuten zu lesen

Was beschreibt ein Lastgang?

Eine Reihe von dokumentierten Leistungs- oder Arbeitswerten bilden in einer Messreihe angeordnet einen sogenannten Lastgang bzw. ein Lastprofil.

Die Werte werden dabei in der Regel viertelstündlich oder stündlich erhoben. Die einzelnen Werte beim Lastgang sind dabei entweder die Arbeits- oder die Leistungsmittelwerte des jeweiligen Zeitintervalls. Je nach Betrachtungszeitraum ist von Tages-, Monats- oder Jahreslastgang die Rede. 

Verwendet wird der Lastgang für die Optimierung der Last. Dies wird dadurch umgesetzt, dass die Einschaltzeitpunkte der jeweiligen elektrischen Hochleistungs-Verbraucher um ein paar Minuten verschoben werden, ohne das der Ablauf im Betrieb dadurch merklich beeinträchtigt wird. 

Einen Unterschied gibt es beim Lastgang bezüglich der Energieform. Beim Strom wird dieser 96mal von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr gemessen und vom Datensammler einmal täglich an den Netzbetreiber gemeldet. Beim Gas findet diesd Meldung ebenfalls einmal täglich statt, die Messung hingegen wird stündlich durchgeführt. Dabei entspricht der „Gastag“ nicht einem Kalendertag und das „Gasjahr“ ebenfalls nicht dem Kalenderjahr. Der „Gastag“ geht von 06:00 Uhr bis 06:00 Uhr und das „Gasjahr“ von Oktober bis September. 

Wenn vom Lastgang die Rede ist dann wird weiterhin differenziert zwischen der Grundlast und der Spitzenlast. Die Grundlast ist diejenige Last, die an allen Tagen im Jahr grundsätzlich benötigt wird, um den betrieblichen Bedarf auch außerhalb der Geschäftszeiten gewährleisten zu können. Optimal kann diese an Feiertagen oder am Wochenende identifiziert werden. Die Spitzenlast hingegen ist die maximale Leistung, die im betrieblichem Ablauf jemals gemessen wird. Dementsprechend kommt diese wird eine derartige Leistung nur an wenigen Zeitpunkten im Jahr notwendig.