Mo, 13.07.2020 2 Minuten zu lesen

Was passiert bei der Kältetechnik?

Bei der Kältetechnik wird dem zu kühlenden Objekt die vorhandene Wärmeenergie abgeführt, um ein vergleichsweise niedrigeres Temperaturniveau herzustellen.

Dies geschieht mit Hilfe eines Verdampfers und eines Verflüssigers. Beim Verdampfer wird die Wärmeenergie absorbiert, indem ein variabel einstellbares Kältemittel die Wärme aufnimmt. Beim Verflüssiger wird dieser Prozess wieder umgedreht, indem das Kältemittel derart verdichtet wird, dass die durchströmende kalte Luft kondensiert und die Wärme wieder abgibt. Die dabei anfallende Abwärme kann folglich im Sinne eines effizienten Energiemanagementsystems weiterverwendet werden. 

Die antreibende Kraft im Kältekreislauf stellt der Verdichter dar. Diese Arbeitsmaschinen fördern das Fluid und bringen es dabei auf ein höheres Druckniveau. 

Auch bei der Art der Kühlung können unterschiedliche Arten identifiziert werden. Bei der direkten Kühlung findet der Transport der Wärme, wie der Name auch schon sagt, direkt über das Kältemittel vom Verdampfer zum Verflüssiger statt. Im Gegensatz dazu steht die indirekte Kühlung, bei der dem Kühlkreislauf ein weiterer Kreislauf hinzugeschalten wird. Während das Kältemittel innerhalb eines Kreislaufes arbeitet, kann der Wärmetransport über mehrere Kälteträger stattfinden. 

Durch Innovationen in Form von technischen Neuerungen lassen sich natürlich immer wieder weitere Optimierungspotenziale identifizieren. Dazu zählen unter anderem elektronische Ventile, die mit Hilfe einer Regelung der Verdampferfüllstände und Kühlstellentemperatur für eine bessere Befüllung, höchstmögliche Verdampfungsdrücke und für eine Kontollfunktion sorgen. Dadurch lassen sich Kälteanlagen ganzjährig nicht nur auf einem Volllastbetrieb betreiben, sondern können ggf. auf einen Teillastbetrieb gedrosselt werden. 

Wie bereits erwähnt, kann die Abwärme einer Kälteanlage dazu genutzt werden, den Energiebedarf an anderen Stellen im Unternehmen zu reduzieren und dadurch Kosten zu senken. Über einen Wärmetauscher kann die Abwärme, meist zwischen 30° und 100°C, bspw. zum Heizen der Räume genutzt werden. Ein doppeltes Einsparpotenzial kann dabei genutzt werden, da weniger Energie zum Kühlen des Kältemittels am Verflüssiger benötigt wird.