Energie im Rechenzentrum einsparen
So, 5.12.2021 8 Minuten zu lesen

Green IT: Mit Energieeffizienz im Rechenzentrum zum Erfolg

Einsparpotenziale für Unternehmen, um Energieverbrauch von Rechenzentren zu senken, gibt es in allen Bereichen – ob bei der IT-Hardware und Software, der Infrastruktur des Rechenzentrums oder dem Energiemanagement. Dazu gehören unter anderem nicht mehr benötigte Programme entfernen, eine effiziente Datenspeicherung, die private Datennutzung begrenzen, Auswahl der richtigen Software und energieeffiziente Hardware auszuwählen.

Einer der Hauptfaktoren, der zur Entwicklung effizienterer Rechenzentren geführt hat, ist die Konsolidierung. Der Artikel erwähnt die Zunahme von Cloud-Anwendungen, die es Unternehmen ermöglichen, sich stärker auf die Schaffung von echten Werten zu konzentrieren, ohne ihre IT-Infrastrukturen zu überlasten. Die Verwaltung von Rechenzentren ist zunehmend komplexer geworden, was in vielen Unternehmen zu einer Zunahme von Energieeffizienzprojekten geführt hat.

Ein weiterer Faktor, der zu effizienten Rechenzentren führt, ist die schnell wachsende Geschwindigkeit, mit der neue Anwendungen entwickelt werden. Die Zahl der internetfähigen Geräte hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen. Hochrechnungen gehen davon aus, dass es 2020 zwischen 10 und 50 Milliarden vernetzte Geräte gibt.

All diese Faktoren haben bei vielen großen Unternehmen zu einem Anstieg der Energieeffizienzprojekte geführt. Einige nutzen seit einiger Zeit sogar ausschließlich erneuerbare Energiequellen. Dazu gehören Facebook, Amazon Web Services, Apple, Google, Microsoft und Nokia. All diese Unternehmen haben Schritte zur Verbesserung ihrer Green-IT-Praktiken unternommen, indem sie Strategien wie den Bau effizienterer Rechenzentren und den Einsatz fortschrittlicher Energiemanagementtechnologien umgesetzt haben.

Rechenzentrum stehen vor großen Herausforderungen

Die Erzielung eines echten Mehrwerts durch die Vereinfachung des Betriebs von Rechenzentren durch die Einführung von Cloud-basierten Diensten ist ein relativ neuer Ansatz, der von Unternehmen die Verwaltung einer zunehmend komplexen IT-Infrastruktur erfordert. Rechenzentren müssen sich ständig anpassen, um die sich ständig weiterentwickelnden Geschäftsanforderungen, die sich ändernden Technologien und die unvorhersehbaren Arbeitslasten zu bewältigen und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Kapazitätsmanagement, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit stets auf höchstem Niveau gehalten werden.

Dies setzt die Manager von Rechenzentren unter erheblichen Druck, denn sie haben jetzt mehr Verantwortung als je zuvor. Da Unternehmen mehrere Anbieter einsetzen, gelingt es ihnen außerdem oft nicht, die besten Praktiken zu erreichen, da es an der Koordination zwischen den verschiedenen Rechenzentren mangelt, die unterschiedliche Plattformen der einzelnen Anbieter nutzen. Das Ergebnis ist oft eine ineffiziente Nutzung der Rechenzentrumsinfrastruktur, erhöhte Kosten für die Verwaltung mehrerer Anbieter und eine potenziell beeinträchtigte Leistung.

Die Ineffizienz von Rechenzentren ist ein wachsendes Problem in der Branche

Nach Angaben von McKinsey & Company werden 8 % der IT-Budgets von Unternehmen für Strom und Kühlung aufgewendet, was 60 % der gesamten Energiekosten für Rechenzentren ausmacht. Ein Bericht von GE schätzt, dass 73% der in US-Rechenzentren verbrauchten Energie allein für die Stromversorgung von Servern aufgewendet wird; diese Zahl steigt auf 80%, wenn alle anderen Systeme innerhalb des Rechenzentrums zusammen betrachtet werden.

Verstärkte Konzentration auf Effizienzinitiativen

Es gibt mehrere Gründe, warum Unternehmen ihre Aufmerksamkeit auf Effizienzinitiativen lenken. Der erste Grund ist der ständig wachsende Bedarf an leistungsfähigerer Hardware und schnelleren Verarbeitungsgeschwindigkeiten, um neue oder bestehende Dienste zu unterstützen, die angeboten werden. Auch die Leistungsanforderungen steigen in den meisten Unternehmen aufgrund der Anzahl der von den Mitarbeitern genutzten Apps und der Art und Weise, wie sie damit arbeiten, ständig an. Dies kann die IT-Infrastrukturen der Unternehmen in einen Overdrive treiben und dabei wertvolle Ressourcen aufbrauchen.

Potenziale der Energieeffizienz

Die Potenziale der Energieeffizienz sind bisher weitgehend ignoriert worden. Laut einer Studie des Fraunhofer IAO und Borderstep wird sich dies jedoch ändern: "Es werden neue Konzepte für Rechenzentren auf den Markt kommen, die unter ökologischen Gesichtspunkten besonders effizient sind", sagt Dr. Steffen Dennewald von Borderstep. "Der Schub kommt von innovativen Kühlern und Kühlprozessen, die eine Erhöhung der Rechenleistung ohne einen Anstieg des Verbrauchs ermöglichen." Richtig eingesetzt, können diese Technologien die Energieeffizienz um bis zu 90 Prozent verbessern - das entlastet nicht nur die Atmosphäre, sondern senkt auch die Kosten. Wenn Server effizient betrieben werden, stoßen sie nicht mehr CO2 aus, als sie einsparen.

Rechenzentren verkörpern ein Paradoxon: Sie verbrauchen 2 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs, obwohl er weniger als ein Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Schlimmer noch, dieser Verbrauch steigt rapide an: Bis 2025 werden nach Schätzungen von Fraunhofer IAO und Borderstep allein die Rechenzentren in Deutschland mehr als 20 Gigawatt Strom verbrauchen (die Leistung eines mittelgroßen Kohlekraftwerks). Außerdem sind sie nicht umweltfreundlich: Die von Rechenzentren verursachten Treibhausgasemissionen belaufen sich weltweit auf etwa 200 Millionen Tonnen pro Jahr - das ist etwa so viel wie der weltweite Flugverkehr. "Trotz immer höherer Energieeffizienz prognostizieren wir, dass der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland bis 2025 auf über 20 Milliarden Kilowattstunden ansteigen wird", sagt Dr. Steffen Dennewald.

Im Rechenzentrum, mit umweltfreundlicher Hardware und niedrigen Energiepreisen aus erneuerbaren Energien

Heutzutage können sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen für eine nachhaltige Energieversorgung engagieren, ohne auf ihren Komfort verzichten zu müssen, zum Beispiel durch die Installation von Photovoltaikanlagen. Überall dort, wo Strom erzeugt werden muss, ist das Potenzial für Energieeinsparungen erheblich. Das gilt für Elektroautos ebenso wie für Rechenzentren, die in der Regel sehr energieintensiv sind. Auf den ersten Blick mag der Begriff "Green IT" etwas seltsam erscheinen, denn jeder, der einen Computer besitzt, versteht, was damit gemeint ist.

Hardware-Nutzungsraten von weniger als 10 % zeigen, dass zu viel Strom für die Kühlung von Geräten und nicht benötigter Hardware verbraucht wird, während die eigentliche Arbeit in einem Bereich stattfindet, der vielleicht nur ein Zehntel dieser Größe hat. Dieser besondere Anteil ist wichtig, weil er zeigt, welcher Anteil der für den Betrieb eines IT-Systems benötigten Energie tatsächlich für die Zwecke der Benutzer verwendet wird.

"Grüne IT" bedeutet dass die Hardware effizienter genutzt wird, dass weniger Ressourcen verbraucht werden und weniger Wärme erzeugt wird. All dies fördert nicht nur die langfristige Nachhaltigkeit der Energieversorgung, sondern senkt auch die Betriebskosten für Unternehmen. Laut einer Studie, die IDC 2008 im Auftrag von Intel durchgeführt hat, könnte der Stromverbrauch von Rechenzentren erheblich gesenkt werden, wenn entsprechende Maßnahmen ergriffen würden.

Fazit

Geeignete IT-Hard- und Software kann die Energieeffizienz im Rechenzentrum deutlich steigern. Besonders das Entfernen nicht mehr benötigter Programme trägt spürbar zur Verbrauchssenkung bei. Auch eine effiziente Datenspeicherung, die gezielte Auswahl der Software und der Einsatz energieeffizienter Hardware sind wichtige Ansatzpunkte. Nicht vergessen sollten Unternehmen auch die private Datennutzung.