Mo, 7.09.2020 2 Minuten zu lesen

Ein Energiekonzept eignet sich für den Aufbau eines Energiemanagementsystems und ...

Ein ganzheitliches Energiekonzept für das gesamte Unternehmen aufzusetzen, empfiehlt sich beim Aufbau eines Energiemanagementsystems und zur Optimierung des Energieverbrauchs.

Ein erfolgreiches Energiekonzept stellt alle Unternehmensbereiche in eine Wechselbeziehung und beinhaltet dabei die Bereiche der Energiepolitik, die Energieziele und die Energiemanagementorganisation. Die Energiepolitik eines Betriebes umfasst die Absichten und die Prinzipien der energetischen Leistungen des Unternehmens. Diese ist daher gleichzeitig der Rahmen und der Antrieb für die Implementierung und die ständige Optimierung des Energiemanagementsystems. 

In der Energiemanagementnorm ISO 50001 wird gefordert, eine verbindliche Festlegung und Veröffentlichung der Energiepolitik seitens des Topmanagements durchzuführen. Das heißt, sie muss eine offizielle und publizierte Aussage bezüglich der Erreichung der energetischen Zielsetzungen umfassen. 

Die Energieziele wiederum sollten im Einklang mit der Energiepolitik und den wesentlichen energetischen Aspekten des jeweiligen Unternehmens stehen. Durch die Ausformulierung der Energieziele werden gleichzeitig die messbaren Erfolgskriterien festgelegt, mit Hilfe derer sich die Wirksamkeit und der Erfolg des Energiemanagementsystems messen lassen.

Dabei kann differenziert werden zwischen strategischen und operativen Zielen. Erstere sind globale Ziele, die sich das Unternehmen in Übereinstimmung mit seiner Energiepolitik selbst vorgibt. Im Gegensatz dazu sind die operativen Ziele detaillierter und lassen sich quantifizieren. 

Wie bereits erwähnt, beinhaltet ein Energiekonzept auch die Organisation im Unternehmen. So kann auch ein Energiemanagementsystem nur funktionieren, wenn die oberste Managementebene eine Vorbildfunktion einnimmt. 

Des Weiteren wird dies bei Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 durch konkrete Anforderungen an die Top-Führungskräfte umgesetzt. Dazu gehört auch die Beauftragung eines Energiemanagers, der für die Realisierung des Energiemanagementsystems verantwortlich ist. Auch wenn ein Unternehmen keinen normkonformen Energiemanager beschäftigt, sollte eine Person für alle Bemühungen der Energieeffizienzsteigerung verantwortlich sein. Dieser kann die Übersichtlichkeit über die Energieeffizienzmaßnahmen aufrechterhalten und dadurch eine effiziente Arbeitsweise ermöglichen.

Auch durch die Bildung von Energieteams oder Energiebeauftragten für bestimmte Bereiche kann ein bereichsübergreifender Erfahrungsaustausch realisiert werden. Dazu muss gegebenenfalls das Organigramm angepasst oder neue Stellen erstellt werden.