Mo, 4.01.2021 6 Minuten zu lesen

13 Tipps für mehr Energieeffizienz

Die Kostenstruktur des eigenen Unternehmens zu kennen, ist gerade in Krisenzeiten essentiell. Dabei spielen die Betriebs- und damit auch die Energiekosten eine wesentliche Rolle. Für Sie lohnt es sich bereits, mit Hilfe von kleinen Schritten und intelligenten Lösungen, Großes zu bewirken. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen auf, was Sie konkret tun können, um die Energiekosten bereits morgen zu senken.

  1. Analyse und Optimierung der Dampfsysteme:
    • Isolierung der vorderen und hinteren Wendekammer
    • Einsatz eines Wärmetauschers zwischen Abgas und Speisewassers prüfen
  2. Die Kälteerzeugung weitergehend verbessern:
    • Einsatz einer hohen Verdampfungstemperatur, bspw. 0°C bei Klimaanlagen, - 10°C bei Kühlräumen und -30°C bei Tiefkühlanwendungen.
    • Effiziente und bedarfsgerechte Kühlkompressoren und Pumpen verwenden

      TIPP: Optimieren Sie nicht einfach drauf los – Analysieren Sie zuerst Ihre aktuellen Verbräuche, indem Sie geeignete Hard- und Software in Ihrem Betrieb einsetzen.

  3. Druckluftanlagen regelmäßig auf Leckagen prüfen. Dabei außerhalb der Betriebszeiten auf Pfeifgeräusche achten und eventuelle Schäden an Schläuchen oder Kupplungen sofort beheben.
  4. Den Einsatz von Pumpen optimieren:
    • Verringerung des Laufraddurchmessers bei überdimensionierten Kreiselpumpen
    • Vermeidung von unnötiger Zirkulation, bspw. aufgrund von Höhendifferenzen
    • Anpassung der Einschaltzeiten der Pumpen an die Betriebszeiten
  5. Eine effiziente Kühlung gewährleisten:
    • Überprüfung der Türen und Dichtungen auf einen einwandfreien Zustand hin
    • Einsatz von intelligenten Regelungstechniken, zumindest von Zeitschaltungen, um Laufzeiten optimieren zu können
    • Luftwechsel für den Kühlbereich auf das hygienisch erforderliche und behördlich festgelegte Minimum reduzieren
  6. Intelligente Beleuchtungstechnik nutzen:
    • Einschränkung auf arbeitsrelevante Zeiten und Betriebsorte
    • Regelmäßige Reinigung der Leuchten und Reflektoren
    • Einsatz von Tageslicht- und zeitabhängigen Beleuchtungssteuerungen
    • Einsatz von anwesenheitsabhängigen Leuchten mit Bewegungsschalter
  7. Die Raumheizung und die Warmwassererzeugung optimieren:
    • Ineffiziente und alte Pumpen durch Umwälzpumpen ersetzen
    • Kontrolle der Wärmedämmung beim Warmwasserspeicher und des
    • Wärmetauschers sowie sämtlicher Rohre, Ventile und Armaturen
    • Einsatz von Heizungsreglern bzw. programmierbaren Thermostaten (Einsparpotenziale von bis zu 30%)

      TIPP: Eco²lot unterstützt Sie bei der Erfassung des Ist-Zustandes und der Überprüfung von Optimierungsmaßnahmen, indem Ihre Betriebsdaten umfassend erfasst und ausgewertet werden. Erlangen Sie dadurch Transparenz über Ihre Handlungen und Möglichkeiten!

  8. Stand-by-Betrieb vermeiden:
    • Über Nacht angelassene Elektrogeräte, wie PCs und Drucker, verbrauchen unnötig Energie und sorgen somit für vermeidbare Kosten
    • Einsatz von abschaltbaren Netzsteckern
  9. Die Lüftung und Ventilatoren richtig konfigurieren:
    • Einschaltzeiten anhand der Betriebszeiten minimieren
    • Heiz- und Kühlbedarf dadurch reduzieren, dass die Volumenströme angepasst
    • Einsatz einer intelligenten Stufen- bzw. Drehzahlschaltung
    • Strömungswiderstände durch bspw. Schalldämpfer vermeiden
  10. Keine Heizkessel einsetzen, die älter sind als 15 Jahre und eine modulierende Regelung verwenden, d.h. unterschiedliche Leistungsstufen und am besten eine intelligente und bedarfsgerechte Steuerung.
  11. Virtualisierungskonzepte nutzen, um die Serverauslastung zu erhöhen.
  12. Die richtigen Elektromotoren einsetzen:
    • Überdimensionierung vermeiden und auf eine hohe Effizienz der Motoren achten (ab ca. 2.750 Betriebsstunden / Jahr).
    • Stirn- und Kegelrad sowie Flach- und Zahnriemen einem Keilriemenantrieb vorziehen.
    • Einsatz von geregelten Motoren bei stark schwankenden Lastverlauf
  13. Optimieren Sie Ihre Energieeffizienz durch den Einsatz eines strukturierten Energiemanagementsystems:
    • Transparenz über den Energieverbrauch einzelner Anlagen und ganzer Bereiche
    • Umfassende Datengrundlage, um Defizite und Mängel im Betriebsablauf entdecken zu können
    • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit