Do, 17.09.2020 3 Minuten zu lesen

Wofür und wie erhebt man Energiedaten?

Um ein effektives und funktionierendes Energiecontrolling aufbauen zu können, werden Energiedaten benötigt. Beim Controlling selbst werden diese analysiert, ausgewertet und dokumentiert.

Energiedaten können überall im Unternehmen mit der jeweils passenden Messtechnik erfasst werden. Dabei sollte man sich das Pareto-Prinzip zur Hilfe nehmen, welches besagt, dass ca. 20% der Energieverbraucher 80% der Energie auch verbrauchen. Daher ist es gerade zu Beginn sinnvoll, sich die größten Verbraucher zuerst vorzunehmen und in die Energiedatenerfassung zu integrieren. 

Bei der Energiedatenerfassung gibt es die Möglichkeiten die Messpunkte permanent oder lediglich temporär zu installieren. Die permanente Messung sollte genutzt werden, wenn abrechnungsrelevante Daten erfasst und ein aktives Energiemanagement betrieben werden sollen. Die temporäre bzw. mobile Datenerfassung eignet sich eher für die Messung von zyklischen wiederkehrenden Energieverbräuchen. 

Auch bei der Auswahl und Integration der richtigen Messtechnik sollten einige Punkte beachtet werden. Die Messeinrichtung sollte grundsätzlich für die jeweilige Messung auch geeignet sein, um die Qualität der erfassten Daten sicherstellen zu können. Weiterhin müssen Verantwortliche, Prozesse und Ressourcen für die wiederkehrende Kontrolle der Funktionsfähigkeit der Messgeräte bestimmt werden. Soll ein Energiemanagementsystem gemäß der DIN EN ISO 50001 aufgebaut werden, so ist dies ebenfalls Bestandteil der Normanforderungen. 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten bei der Erfassung von Messdaten.

  • Die direkte Erfassung misst unmittelbar einen Wert, der mit einem zuvor festgelegten Normalwert verglichen wird.
    Die Erfassung des Wasserverbrauchs mit einer Wasseruhr stellt beispielsweise eine direkte Messung dar. 
  • Die  indirekte Datenerfassung wird hingegen genutzt, um Größen messbar zu machen, die auf direktem Weg nicht messbar sind. Dabei werden bekannte physikalische und chemische Eigenschaften genutzt.
    Ein Beispiel für eine indirekte Messung ist die Erfassung der Wärmemenge mit einem Wärmemengenzähler. 

Wie bereits erwähnt, werden die erfassten Energiedaten anschließend beim Energiecontrolling analysiert und ausgewertet. Beim Energiecontrolling sollten ebenfalls vorab ein paar Dinge geklärt werden. Wird das Controlling zentral durchgeführt und anschließend die Ergebnisse an die entsprechenden Bereiche weitergeleitet oder aber wird das Energiecontrolling dezentral ausgeführt. Außerdem sollten die richtigen Werkzeuge für die Dokumentation und Analyse der Daten gewählt werden. Hierzu bieten sich verschiedene Softwarelösungen an, wie beispielsweise unsere intelligente Energie- und Datenmanagement-Software Eco²lot!