Do, 15.07.2021 6 Minuten zu lesen

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für effiziente Gebäude (BEG EM)?

Sie planen einen Neubau oder haben ein Gebäude und möchten nicht mehr so viel für ihre Energiekosten zahlen? Dann lesen Sie hier mehr zur Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Energiekosten immer teurer!

Aktuell kostet eine Tonne CO2 25€, aber schon 2025 wird der Preis auf 55€ erhöht. Entsprechend werden auch die Energiekosten für Strom und Heizung langfristig steigen. Und so rückt das Thema rund um den Energieverbrauch immer mehr in den Fokus von Bauherren, Eigentümern, Mietern und Vermietern.

Denn nicht nur beim Neubau von Immobilien lässt sich die Grundlage für niedrige Energiekosten legen, sondern auch durch Investitionen in Bestandsgebäude kann langfristig Geld eingespart werden. Und ganz nebenbei trägt man seinen Teil zum Klimaschutz bei!  Und da der Klimaschutz der Gesamtbevölkerung dient, beteiligt sich die Bundesregierung sogar an diesen Investitionen und hat dafür die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ins Leben gerufen.

Im Rahmen der BAFA-Fördermittel des BMWi werden seit Anfang des Jahres 2021 die Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich zusammengefasst. Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude wird dabei in drei Teilbereiche unterteilt:

  • Förderung für Wohngebäude (BEG WG)
  • Förderung für Nichtwohngebäude (BEG NWG)
  • Förderung für Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die Auswahl des geeigneten Teilbereiches ist von der Summe und der umzusetzenden Maßnahme abhängig.

 

Die attraktive Förderung für alle!

Bei der Bundesförderung für Einzelmaßnahmen gibt es eine Vielzahl an Klimaschutzmaßnahmen, die gefördert werden. Die jeweiligen Zuschüsse sind recht hoch und prozentual von der Investitionssumme abhängig. Und das beste dabei: Der Zuschuss muss nicht zurück gezahlt werden!

Wir haben Ihnen die wichtigsten Maßnahmen zusammengestellt:

  • 50% für fachliche Beratung zu Planung und Bau: Holen Sie sich einen fachkundigen Berater zu Themen wie Gebäude-Neubau oder energetische Sanierung
  • 20% - 45% für erneuerbare Energien Anlagen zur Erzeugung von Wärme
  • 20% für Anlagen und -technik wie Beleuchtung, Kälteerzeugung oder digitale Verbrauchsoptimierung
  • 20% für die Energieeffizienz-Sanierung Ihrer Gebäudehülle
  • 20% für die Optimierung Ihrer Heizung

 

Für wen kommt die Förderung in Frage?

Natürlich gibt es auch bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um von der Bundesförderung für effiziente Gebäude zu profitieren. Zu den Antragsberechtigten zählt eine breite Gruppe. Bspw ist die Förderung attraktiv für Contractoren, Eigentümer, Mieter, Pächter, Unternehmen, privat Personen, Kommunen, Verbände und auch gemeinnützige Organisationen.

Was gilt es zu beachten?

Wie es bei Förderungen und Zuschüssen üblich ist, gibt es auch ein paar Punkte zu berücksichtigen. Das Wichtigste ist, dass Sie den Förderantrag einreichen und einen Energieeffizienz-Experten einbinden, bevor Sie die Leistung in Auftrag geben oder einen Vertrag abschließen. Wir empfehlen Ihnen zuerst Kostenvoranschläge einzuholen, einen Energieberater hinzuzuziehen und dann den Antrag, geht auch elektronisch, zu stellen. Der kritische Aspekt ist dabei die Datierung der Kostenvoranschläge. Diese muss vor dem Datum der Antragstellung sein und lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern.

 

Der Energieeffizienz-Experte (EEE)

Da Sie meist zur Einbindung eines ausgewiesenen Energieeffizienz-Experten (EEE) verpflichtet sind, haben Sie noch zusätzliches Know-how an Ihrer Seite. Der EEE unterstützt mit der technischen Projektbeschreibung (TPB), beschreibt das Projekt detailliert und kriegt vom BAFA eine TPB-Nummer (ID) zugewiesen. Diese ID benötigen Sie dann für die Antragstellung.

Den EEE, oder auch Energieberater genannt, benötigen Sie als fachkundigen Experten, der Ihnen bei Ihrem Projekt zur Seite steht. Die Kosten für den EEE können Sie zu 50% als Förderung erstattet bekommen. Darüber hinaus können Sie den Energieberater dazu einsetzen Ihr Vorhaben optimal zu planen und zu überwachen. Dadurch wird die Qualität und Langfristigkeit Ihrer Investition sicher gestellt. Übrigens benötigen Sie für eine neue Heizungstechnik oder -Optimierung keinen EEE. Eine Antragsstellung ist auch selbstständig möglich.

 

Fazit

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude ist ein interessantes Instrument für jeden der in neue oder bestehende Gebäude oder Anlagen investieren möchte. Mit einem erfahrenen Energieeffizienz-Experten haben Sie jemanden zur Seite, der sich mit Antragsstellung und Projektvorhaben auskennt.