Mo, 1.02.2021 8 Minuten zu lesen

Die Dos und Dont‘s beim operativen Energiemanagement

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihres strategischen und operativen Energiemanagements. Dazu haben wir Ihnen hier die wichtigsten Dos und Dont’s zusammengefasst die es zu beachten gilt!

Do: Die richtigen Energieleistungskennzahlen (EnPIs) auswählen und definieren

  • EnPIs, die aussagekräftige Informationen zu den Unternehmens- und Energiezielen liefern
  • Definition der Kennzahlen von Produktionsprozessen und den eingesetzten Anlagen abhängig machen
  • Sinnvolle Kennzahlen sind bspw. der Energieverbrauch der Produktionsanlagen im Verhältnis zur produzierten Menge oder im Verhältnis zu den eingesetzten Rohmaterialien sowie der Verbrauch der Heizungsanlage pro Fläche
  • Auswahl und Definition der richtigen Energieleistungskennzahlen sollte oberste Priorität genießen, da dies ein elementarer Schritt auf dem Weg zur Steigerung der Energieeffizienz ist

 

TIPP: Mit einer smarten Software wie Eco²lot verfügen Sie über umfassende Möglichkeiten zum Erstellen von EnPIs und deren Darstellung:

  • alle Datenpunkte lassen sich für EnPIs auswerten
  • Mengen, Flächen, Zeiten, Kosten etc. sind aus ERP-Systemen importierbar
  • Berechnungen von EnPIs durch Divisionen erfolgen über eine einfache Maske
  • komplexere Kennzahlen sind durch Funktionen einfach darstellbar
  • Darstellung der EnPIs in Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren möglich
  • Visualisierung als Chart und/oder Bericht möglich
  • Periodenvergleiche über beliebige Zeiträume möglich

 

Do: Berücksichtigung der Betriebszeiten der Maschinen und Anlagen

  • Im Zuge der Betriebsanalyse sollten unbedingt auch deren Lauf- und Betriebszeiten erfasst und dokumentiert werden
  • Nur so kann der Verbrauch einer Anlage durch die Kombination der Betriebszeit mit dem Leistungsniveau realitätsnah bestimmt werden
  • Als Beispiel hierfür dient ein Kühlungssystem, welches zwar nur eine geringe Leistung hat, aber durch den Dauerbetrieb dennoch ein großes Optimierungspotenzial besitzt.

 

Do: Wirtschaftlichkeit sicherstellen

  • Durchzuführende Maßnahmen genauestens auf ihr tatsächliches Einsparpotenzial hin überprüfen
  • Dieses sollte deutlich höher sein als der hierfür notwendige Arbeitsaufwand sowie die zu tätigenden Investitionen in neue Technologien
  • Einschätzung der Einsparpotenziale eher pessimistisch vornehmen und erst diejenigen Optimierungsmaßnahmen realisieren, die das größte Verbesserungspotenzial besitzen.

 

TIPP: Hinter Ihren Zählerständen verbergen sich wichtige Informationen für zukünftige Optimierungsmaßnahmen in der Produktion und Berechnungen verhelfen Ihnen zu fundierten Erkenntnissen:

  • Wie hoch ist der Energieverbrauch bei Ihren verschiedenen Verfahren?
  • Welche Bearbeitungsschritte und Maschinenzustände kosten besonders viel Energie?
  • Wann und wo entstehen Lastspitzen?

Finden Sie es mit Eco²lot heraus.

 

Do: Effektivität und Effizienz der Tätigkeiten im Blick haben

  • Welche Tätigkeit hat den größtmöglichen positiven Einfluss auf das Ergebnis?
  • Effektivität ist, wenn ein Ziel mit einem möglichst geringen Einsatz/Input erreicht wird
  • Beispielsweise kann eine Senkung des Energiebedarfs um 20% meist bereits durch ein oder zwei sehr effektive Maßnahmen erreicht werden. Denken Sie an die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED.
  • Effizienz ist, wenn aus einem bestimmten Einsatz ein größtmöglicher Gewinn für das Unternehmen rauskommen soll
  • Beispielsweise wird im Rahmen des Energiemanagements einmal die Woche ein einstündiger Kreativworkshop durchgeführt, in welchem die Mitarbeiter darüber nachdenken und diskutieren, wie im Betrieb am leichtesten Energie eingespart werden kann

 

Do: Erstmal einen Überblick verschaffen

  • Identifikation der Energieeinspeisungspunkte, der Verlauf der Haupt- und Unterverteilungen sowie der größten Verbraucher
  • Festlegung der relevanten Orte für die Messstellen
  • Platzierung der weiteren Messsysteme entsprechend dem Energiefluss an den Energieabgängen
  • Durch diese „Top-Down“-Methode, ist eine schnelle Fokussierung auf die energieintensiven Bereiche möglich

 

TIPP: Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Energiemanagement Software darauf, dass Sie sämtliche Maschinen und Zähler über Schnittstellen einbinden können. Dabei ist es essentiell, dass die Software Hardware-unabhängig ist und individuell gestaltet werden kann. Bei Eco²lot wurde besonders auf diese Aspekte geachtet. Durch eine flexible HTML-5 Programmierung ist eine grenzenlose Ergänzung Ihres Systems bis hin zum Aufbau eines Produktionsportals und der Visualisierung Ihrer Produktionsabläufe mit Livedaten möglich.

 

Do: Vermeidung einer Software als Einzelplatzlösung

  • Einsatz einer Hersteller-unabhängigen Software, die flexible Lösungen ermöglicht
  • Software als Einzelplatzlösung bindet die Energiemanager an einen Rechner, limitiert diese dadurch in ihrer Arbeit und verschenkt Potenziale
  • Gewährleistung einer Unabhängigkeit bezüglich Arbeitsplatz und Endgerät

 

Do: Nutzen Sie bereits Vorhandenes

  • Um die Neuanschaffungen und den Aufwand der Installation möglichst gering zu halten, sollte bereits vorhandene Infrastruktur bestmöglich genutzt werden
  • Dabei sind nicht nur Hardwarekomponenten relevant, sondern auch die Messinfrastruktur sowie die Netzwerktechnik

 

TIPP: Eco²lot fügt sich durch eine flexible und offene System-Architektur nahtlos in die vorhandene Infrastruktur ein und lässt sich weltweit einsetzen.

 

Don’t: Auf Vermutungen und Schätzungen vertrauen

  • Messungen als wichtigste Grundlage für die Entscheidungsfindung im Energiemanagement
  • Vermutungen und Annahmen immer durch zumindest temporäre Messungen unterstützen
  • Einschätzungen der Verantwortlichen sind durch die subjektive Wahrnehmung geprägt und können von der Realität abweichen
  • Einsatz von geeigneten Messsystemen kann dabei die richtigen Daten über den Betriebszustand und dem -verhalten liefern, um die zuvor getroffene Vermutung entweder zu bestätigen oder zu falsifizieren
  • Je größer der Umfang des geplanten Investitionsvorhabens, desto gründlicher sollten die Messungen geplant, ausgeführt und ausgewertet werden.

 

Don’t: Herstellerspezifische Soft- und Hardware einsetzen

  • Einsatz von Soft- und Hardware mit sogenannten proprietären Schnittstellen sollte unbedingt vermieden werden.
  • Diese verhindern meistens einen offenen Austausch zwischen Systemen, hemmen die Schaffung von Transparenz im Betrieb und reduzieren die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens
  • Bei der Anschaffung eines oder mehrerer Hard- oder Softwareprodukten, sollte unbedingt sichergestellt werden, dass offene Schnittstellen vorhanden sind
  • Zu den gewünschten offenen Standard Schnittstellen gehören zum Beispiel Modbus, Analogsignale oder Impulse

 

Sie haben weitere Fragen zu den einzelnen Punkten oder zum operativen Energiemanagement allgemein? Dann zögern Sie nicht und vereinbaren Sie direkt einen Termin mit einem unserer Energie-Effizienz-Experten!