Fr, 18.12.2020 4 Minuten zu lesen

Audit, Auditablaufplan und Auditor

Ein Audit ist ein unabhängiger, systematischer und dokumentierter Prozess zur Erlangung von entsprechenden Nachweisen und deren objektiver Auswertung.

 

Im Bereich rund um Energie dient ein Audit der Ermittlung, inwieweit das Energiemanagementsystem die von der Organisation festgelegten Ziele und die normativen Kriterien z.B. der DIN EN ISO 50001 erfüllt.

Um ein internes Audit im Unternehmen durchführen zu können, benötigt es einen Ablaufplan. Über diese internen Audits wird meist die Kontrolle des Energiemanagementsystems durchgeführt.

Auditablaufplan

Der Ablaufplan berücksichtigt dabei die Ergebnisse vorangegangener Audits und die Bedeutung der relevanten Bereiche im Unternehmen. Dabei muss zu Beginn festgelegt werden, in welcher Art und Weise und in welchen zeitlichen Abständen diese internen Audits durchgeführt werden. Auch diese Informationen sollte ein Auditablaufplan beinhalten.

Der Zertifizierungsprozess eines EnMS selbst besteht aus mehreren Audits, für welche jeweils ein Auditablaufplan zu erstellen ist. Im Einführungsgespräch muss der Auditablauf konkret dargelegt werden. Allein durch Dokumentation können energetisch gewichtige Prozesse identifiziert werden, die dann ggf. verändert werden müssen.

Auditor

Ein  Auditor  (von lateinisch  audire  hören, vernehmen, zuhören, verhören) ist eine Person, die ein  Audit  durchführt und dabei durch Befragungen und Beobachtungen kontrolliert, wie sich eine Person oder Organisation entwickelt und ob die relevanten Vorgaben eingehalten werden. 

Ein Auditor wird eingesetzt, wenn ein Unternehmen sein Energiemanagementsystem zertifizieren lassen will. Dieser überprüft in einem Voraudit bzw. anschließend in dem eigentlichen Zertifizierungsaudit, ob die Normen der DIN EN ISO 50001 umgesetzt wurden. 

Außerdem ist der Prüfer für die internen Audits zuständig, die mindestens einmal jährlich das Energiemanagementsystem kontrollieren sollten. 

Auditoren sind zuständig für die Auftaktbesprechung, die Durchführung des Audits und die Nachbesprechung mit dem Energiemanager. 

Zertifizierungsaudit

Das Zertifizierungsaudit setzt sich aus zwei separaten Teilen, bzw. Audits, zusammen und führt bei erfolgreichem Abschluss zur Zertifizierung des Energiemanagementsystems eines Unternehmens.

Stufe-1-Audit prüft vorab, ob das betroffene Unternehmen für das eigentliche Zertifizierungsaudit (Stufe-2-Audit) bereit ist. Diese Statusabfrage erfolgt meist durch Einführungsgespräche, die Überprüfung der Strukturen sowie der aktuellen Umsetzung der Energiemanagementnorm.

Wird das Stufe-1-Audit positiv abgeschlossen, folgt anschließend die Bewertung des Energiemanagementsystems gemäß Stufe-2-Audit.

Relevant sind dabei der Anwendungsbereich und die Anforderungen der DIN EN ISO 50001. Die entsprechenden Prüfungen des Energiemanagementsystems werden auf Grundlage der praktischen Anwendungen der eingeführten Systemelemente beim Kunden vor Ort durchgeführt.

Voraudit

Es besteht die Möglichkeit vor einem Zertifizierungsaudit das Energiemanagementsystem durch eine Zertifizierungsorganisation bewerten zu lassen. Dies wird als Voraudit bezeichnet.

Dabei wird geprüft, in welchem Maße das Unternehmen die Anforderungen aus der DIN EN ISO 50001 bereits implementiert hat, ob ggf. Schwachstellen vorliegen und was noch zu tun ist, um das System zur Zertifizierungsreife zu führen. Da Voraudits freiwillig sind, können die hier erbrachten Leistungen nicht auf ein Zertifizierungsauditverfahren angerechnet werden.