Fr, 11.12.2020 3 Minuten zu lesen

Das Instrument Energieeffizienz-Benchmarking

Was ist Benchmarking, welche Ziele hat es und was gibt es für Schwierigkeiten?

 

Das Benchmarking ist ein Instrument der Wettbewerbsanalyse. Ihr Ziel ist es, der Forderung der Energiemanagement-Norm DIN EN ISO 50001 nachzukommen.

Das Benchmarking ist ein Instrument der Wettbewerbsanalyse. Dabei wird versucht, gleichartige Dinge (z.B. Produkte, Verfahren, Organisationen, Dienstleistungen oder auch Energieleistungskennzahlen) mit (mehreren) Unternehmen zu vergleichen, um die Leistungslücke zum sog. Klassenbesten (Unternehmen, die Prozesse, Methoden etc. hervorragend beherrschen) systematisch zu schließen. 

Die Idee dahinter ist festzustellen, welche Unterschiede bestehen, warum diese bestehen und welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt. Die Vergleiche beziehen sich auf relevante Referenzwerte und erfolgen streng zielorientiert und systematisch. 

Ziel des Energieeffizienz-Benchmarkings ist es dabei der Forderung der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 nach Definition und Festlegung von Kennzahlen und deren Vergleich nachzukommen und Einsichten zu gewinnen sowie Optimierungsmaßnahmen abzuleiten, um Energieeffizienzsteigerungen im Unternehmen zu erreichen. 

Diese Verbesserungen können einerseits kurzfristig auf Basis von festgestellten Best-Practice-Fällen und andererseits mittel- bis langfristig durch einen kontinuierlichen Lernprozess im Unternehmen erzielt werden. Dieses komplexe Managementwerkzeug muss im Rahmen des Energiemanagementsystems richtig eingesetzt werden. Nur so kann Benchmarking zu einem kontinuierlichen Vergleichssystem werden. 

Schwierigkeit des Benchmarkings 

Eine eindeutige Dokumentation der Systemgrenzen und Betriebsbedingungen, welche bei der Ermittlung der Kennzahlen vorlagen, muss bei einer erfolgreichen Benchmark-Analyse vorhanden sein. Genau dieser Aspekt stellt die große Schwierigkeit beim Benchmarking dar. Denn vor allem dann, wenn KPIs verschiedener Unternehmen miteinander verglichen werden sollen, kann es dazu kommen, dass diese Rahmenbedingungen nicht oder nur teilweise und damit ungenügend bekannt sind. Hier besteht die Gefahr, dass der Vergleich fehlerbehaftet ist. Umgangssprachlich würde man sagen, es werden Äpfel mit Birnen verglichen. Bei Investitionsentscheidungen anhand eines Kennzahlenvergleichs muss ggf. also auf die unterschiedlichen Bedingungen und Einflussfaktoren Rücksicht genommen werden.