Individualberatung durch qualifizierte Experten
So, 5.09.2021 4 Minuten zu lesen

Wie man beim Energieaudit Kosten spart und gleichzeitig die Umwelt schont

 

Senkung der Energiekosten, Steigerung der Energieeffizienz - das halbe Land redet darüber, und das ist gut so. Wenn wir nicht jetzt an der CO2-Schraube drehen, wann dann. Die globale Erwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels geben uns schon seit langem die Richtung vor und warnen immer dringlicher: Es muss mehr getan werden. Packen wir es an.

Eine Maßnahme ist die "Bundesförderung der Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme" - für Unternehmer ist es die BAFA-Förderung für das Energieaudit, das ein erster großer Schritt auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz ist. Der Ermittlung möglicher Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Energiekosten geht für Unternehmen das Energieaudit voraus. In Form eines Berichts liefert es unter anderem aussagekräftige Informationen über den aktuellen Energieverbrauch von Gebäuden, Betriebsabläufen und Anlagen, die Ermittlung von Einsparpotenzialen sowie Benchmarks und Vergleiche über KPIs.

Ein Energieaudit ist in Deutschland für rund 18.500 Großunternehmen (Nicht-KMU) und rund 75.000 abhängige KMU verpflichtend. Für KMU des produzierenden Gewerbes ist ein Energieaudit Voraussetzung für die Inanspruchnahme der "Besonderen Ausgleichsregelung" nach dem EEG. So viel zur rechtlichen Seite. Viel interessanter ist jedoch das Nutzenpaket, das die Unternehmen mitnehmen:
- Individuelle Beratung durch qualifizierte Experten
- Transparenz über Energieverbrauch und -nutzung
- Wirtschaftlichkeitsberechnung der geplanten Maßnahmen
- solide Grundlage für Investitionsentscheidungen
- Imagegewinn durch Vorlage des Audit-Zertifikats

Übrigens gibt es auch Fördermittel

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert derzeit ein KMU-Energieaudit für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme mit 80% der förderfähigen Beratungskosten. Konkret bedeutet dies: Die KMU-Förderung für Ihr Unternehmensaudit beträgt bis zu 6.000 Euro, wenn Ihre jährlichen Energiekosten über 10.000 Euro netto liegen, und bis zu 1.200 Euro, wenn die Energiekosten <10.000 Euro netto sind. Der verbleibende Eigenanteil wird durch die aus dem Energieaudit resultierenden Einsparungen kompensiert. Voraussetzung für die Förderung ist die Erfüllung der grundlegenden Anforderungen an ein Energieaudit im Sinne des § 8a des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) und der Anforderungen der DIN EN 16247. Antragsberechtigt sind laut BAFA "kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes sowie Angehörige der Freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, die weniger als 250 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro haben".

Es gibt aber noch mehr:

Unabhängig von der aktuellen BAFA-Förderung gibt es noch etwas interessantes für Gruppen mit vielen Partnerunternehmen: die 90%-Regel. Mit diesem neuen Verfahren für Energieaudits in der Gruppe ist bei einem Wiederholungsaudit für alle verbleibenden Gruppenteilnehmer kein Energieaudit nach DIN EN 16247 erforderlich, wenn ein nach ISO 50001 zertifiziertes Unternehmen 90 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Gruppe abdeckt. Auch Energieberatungs- und Planungskosten für Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen können bereits Bestandteil der staatlichen Förderung sein. Ebenfalls für die Maßnahmen selbst, die zur Optimierung der Energieeffizienz durchgeführt werden, ist eine Förderung von bis zu 40 Prozent der Nettoinvestitionskosten möglich. Nutzen Sie die Expertise erfahrener Ingenieure und Energieeffizienzberater für eine sinnvolle und wirtschaftliche Umsetzung zukunftsweisender Effizienzmaßnahmen.