Mo, 22.02.2021 7 Minuten zu lesen

Dezentrale Energieerzeugung erklärt

Eine dezentrale Energieerzeugung unterstützt Sie dabei Stromkosten zu senken und zu stabilisieren. Dadurch erlangen Sie größere Kontrolle über den Energieverbrauch Ihres Unternehmens und machen sich vom Stromnetz unabhängig. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) beispielsweise kombiniert Strom- sowie Wärmeerzeugung und optimiert somit den Gesamtwirkungsgrad.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Was ist ein Blockheizkraftwerk?

Ein BHKW wird genutzt, um Strom und Wärme gleichzeitig zu erzeugen, indem die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme für die Heizung weiterverwendet wird. Dies wird auch als Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet. Die KWK gehört zu den effizientesten Formen der Energieerzeugung.

TIPP: Ein BHKW kann man problemlos in bestehende Energieversorgungssysteme integrieren und benötigt für ein BHKW mit einer Leistung von 100kW eine Stellfläche von 2 bis 3m2.

So funktioniert die Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der KWK erzeugt ein Generator Strom und wird dabei angetrieben durch einen Gasmotor. Die dabei entstehende Wärme kann dazu verwendet werden, Gebäude zu heizen, Kälte zu erzeugen oder als Prozesswärme eingesetzt zu werden. Entsprechend ist ein BHKW gerade bei einem ganzjährigen Wärmebedarf eine ideale Lösung.

Die wichtigsten Vorteile eines BHKW

  • Senkung der Energiekosten um bis zu 30% durch einen hohen Wirkungsgrad
  • Nachhaltig und zukunftsfähig dank modernster Anlagentechnik
  • CO2-Reduktion durch einen verminderten Primärenergieverbrauch
  • Ressourcen- und Kostensparend durch einen Brennstoffnutzungsgrad von bis zu 90 Prozent

Wie viel Geld kann man mit einem BHKW sparen?

Ein Blockheizkraftwerk lohnt sich besonders für Unternehmen, die den erzeugten Strom für den eigenen Bedarf nutzen. Trotzdem anfallende Überschussmengen lassen sich vermarkten und in das öffentliche Netz einspeisen. Entsprechend sparen Sie bei den wegfallenden Strombezugskosten durch die Eigenerzeugung, bei den Brennstoffen für die Heizung, durch Erlöse aus dem Stromverkauf sowie durch eine Förderung entsprechend dem KWK-Gesetz. Folglich ist eine jährliche Einsparung von 14% durchaus realistisch.

TIPP: Für die alleinige Wärmeerzeugung eignet sich ein BHKW nicht. Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich ein BHKW ab einem dauerhaften Verbrauch von 50 kW allerdings bereits nach kurzer Zeit.

Die zu prüfenden Kriterien bei der Einsparungsberechnung

  • Aktuelle Stromkosten
  • Erdgas- und Stromsteuer BHKW
  • Einsparungen durch den KWK-Zuschlag
  • Erlöse aus der zusätzlichen KWK-Vergütung
  • EEG-Zuschlag
  • Einsparungen durch vermiedene Netzentgelte
  • Erdgasliefervertrag

 

Kleinwindkraftanlagen

Was ist eine Kleinwindkraftanlage?

Effiziente Windanlagen steigern die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung enorm, wenn diese auf den Energieverbrauch im Unternehmen optimiert sind. Die Anlage benötigt wenig Platz und produziert grünen Strom. Die richtige Kleinwindkraftanlage amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.

Für wen ist eine Kleinwindkraftanlage geeignet?

  • Energieintensives Gewerbe mit einem jährlichen Stromverbrauch von > 400.000 kWh
  • Nachhaltige Unternehmen oder Kommunen
  • Standort mit möglichst konstanten Luftbewegungen

Die wichtigsten Vorteile eines Windrads

  • Senkung der Stromkosten um mehr als 60% durch eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 80%
  • Kurze Amortisationszeit von 6 bis 10 Jahren, auch ohne Subventionen
  • Hohe Effizienz, auch in windarmen Regionen
  • Einfaches Genehmigungsverfahren, da lediglich eine Baugenehmigung von Nöten ist
  • Geringe Flächennutzung mit lediglich 8qm für das Fundament
  • CO2-Einsparungen von bis zu 400 Tonnen jährlich

 

Photovoltaik für Firmen und Gewerbe

Eine Lösung mit vielen Möglichkeiten

Ein Unternehmen, das Solarstrom über eine Photovoltaikanlage nutzt, hat diverse Möglichkeiten die gewonnene Energie zu nutzen. Der Strom kann in das Stromnetz eingespeist und verkauft, den eigenen Beschäftigten als eine Art Mitarbeiterbindung überlassen oder für eine spätere Nutzung gespeichert werden. Eine Speicherung der Sonnenenergie kann entweder über einen betriebseigenen Stromspeicher realisiert oder es kann eine sogenannte Cloud genutzt werden. Dabei speichert ein Betrieb überschüssigen Strom in das allgemeine Netz ein und kann eine äquivalente Menge an Öko-Strom bei Bedarf kostenneutral wieder abrufen.

 

INFO: Der Solardeckel wird abgeschafft!

Im Mai 2020 hat die Bundesregierung entschieden, dass der bis dato in Deutschland geltende Solardeckel aufgehoben werden soll. Die gesetzliche Realisierung soll demnächst erfolgen.

Zuvor drohte ein Stopp der EEG-Förderung ab einem Ausbaustand von 52 Gigawatt. Dieser Stand wäre Prognosen zufolge bis Ende 2020 erreicht worden.

Mit der Abschaffung des Solardeckels sollen PV-Anlagen bis 750 Kilowatt-Peak weiterhin von der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz profitieren.

 

Die wichtigsten Vorteile der Photovoltaik

  • Einsparung der Stromkosten in Form von Arbeits- und Grundpreis sowie nahezu sämtlicher Netzentgelte
  • Erwirtschaftung einer Rendite von bis zu 12% durch die Nutzung der Dach- bzw. Freiflächen
  • Nutzung einer regenerativen, unerschöpflichen und nachhaltigen Energiequelle im Betrieb
  • Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland
  • Einsparung von mehreren hunderten Tonnen CO2 pro Jahr
  • Unabhängigkeit gegenüber den Preisausschlägen am Strommarkt

Die dezentrale Energieerzeugung ist auch für Ihren Betrieb von Relevanz? Dann stellen Sie sicher, dass Sie auch eine geeignete Energiemanagement Software im Einsatz haben, um Ihre komplexe Infrastruktur optimal managen zu können!