Mo, 5.10.2020 5 Minuten zu lesen

ISO 50001 - Teil 12: Wohin mit all den Daten?

Unsere Serie zur ISO 50001:2018: Die Energienorm verstehen und effektiv umsetzen.

Im letzten Artikel unserer Serie über die Energienorm DIN EN ISO 50001:2018 haben wir über das Thema rund um die Datenerfassung berichtet. In diesem Teil geht es nun darum, was die Norm bezüglich der Datenweiterverarbeitung vorsieht.

Die Verantwortlichen haben zu überlegen, welche Daten gesammelt und wie ausgewertet werden sollen. Um sich einen geeigneten Plan erstellen zu können, ist es anfangs wichtig zu wissen, welche Art von Daten es überhaupt gibt. Es gibt Daten für ...

  • Maßnahmen und Aktionsplänen
  • Zielsetzungen
  • Energieleistungskennzahlen (EnPIs)
  • Energieverbrauch
  • Wesentliche Verbraucher (SEUs)
  • Statische und relevante Faktoren
  • Betriebsmerkmale, die Einfluss auf den Energieverbrauch haben können

Tipp: Eco²lot ermöglicht Ihnen nicht nur die Erfassung, Verwaltung und Auswertung von Energiedaten, sondern gibt Ihnen mit dem Inhaltsverwaltungssystem und den frei definierbaren Workflows das notwendige Werkzeug an die Hand, um auch Informationen für Ihre Arbeitsorganisation übersichtlich verwalten zu können.

Aber was muss im Vorfeld für die Planung der Datensammlung alles bedacht werden?

Elementar für einen derartigen Plan sind die Art der Daten, die Methodik und Häufigkeit der Ermittlung sowie die Art der Aufbewahrung. Natürlich sollte dieser Plan nicht in Stein gemeißelt sein, sondern regelmäßig kontrolliert und ggf. adaptiert werden.

Dazu sollte ein Schema ausgearbeitet werden, welches eine systematische Sammlung und Auswertung der erfassten Daten ermöglicht. Ein derartiges Messkonzept kann in Form einer Verfahrensbeschreibung oder einer Arbeitsanweisung dokumentiert werden. Darin sollten die Regeln für den Umgang der Datenbewertung und der Ermittlung der Energiekennzahlen aufgeführt sein. Eine Hilfestellung dafür bietet die DIN EN ISO 50004 an.

Bei der Umsetzung dieses Planes ist es weiterhin wichtig, dass die Messungen der Energiedaten korrekt und nachvollziehbar ausgeführt werden. Am besten ist die genaue Vorgehensweise dokumentiert, sodass auch eventuelle Fehlerquellen schnell zu identifizieren sind. Weiterhin können Fehler auch noch beim Übertragen und beim Berechnen passieren. Daher sind auch dort mögliche Risiken vorab zu identifizieren und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Um einen derartigen Plan im Detail auszuarbeiten sollte sich zu Beginn angeschaut werden, welche Energieträger und –arten im Unternehmen vorkommen. Dazu zählen unter anderem Strom, Biomasse, Heizöl, Fernwärme, Erdgas, Photovoltaik, Wasserstoff und andere Kraftstoffe. Daraufhin müssen die Verbrauchsmengen gemessen bzw. recherchiert werden. Dazu können die Rechnungen der Energieversorger und anderer Lieferanten hinzugezogen werden. Die Verantwortlichen müssen dann nur noch sicherstellen, dass die Verbräuche auch den richtigen Standorten und Maschinen zugeordnet werden können. Die Norm verlangt hierbei von den Unternehmen, dass zumindest die wesentlichen Verbraucher erfasst werden. Bei der Zuordnung ist eine Messung am genauesten, kann aber auch durch Schätzungen und Hochrechnungen erfolgen. Um Übertragungsfehler zu vermeiden, kann auf ein geschlossenes Messsystem zurückgegriffen werden, welches die Maschinen- und Anlagendaten automatisch erfasst und an die IT überträgt. Dort kann eine Energiemanagement Software die Energieverbräuche messen, visualisieren und überwachen. Ein solches System wird in der Anschaffung sogar durch die BAFA gefördert.

Tipp: Unsere Energiemanagement Software Eco²lot ist nur durch die BAFA förderfähig, sondern erfüllt ebenfalls die oben aufgeführten Kriterien. Unsere Software unterstützt Sie dabei mit dem einzigartigen Data Relationship Management (DRM), wodurch Sie volle Transparenz über Ihre Energie- und Betriebsdaten erlangen.

Auch in diesem Artikel drehte sich wieder viel um die Dokumentation von Daten und Informationen. Daher haben wir beschlossen den nächsten Artikel unserer Serie zur Energienorm DIN EN ISO 50001:2018 ganz der Fragestellung zu widmen, was alles dokumentiert werden sollte.